5G-Antenne in Valbella stösst auf Kritik
«Überraschung in Valbella»: Unter diesem Titel hat eine Gruppierung von Einheimischen, Zweitwohnungsbesitzern und Gästen um den ehemaligen Kantonstierarzt Kaspar Jörger gestern via Mitteilung Widerstand gegen eine in Valbella geplante 5G-Sendeanlage der Swisscom angekündigt. Die für die 50 Meter hohe Mobilfunkantenne vorgesehene Parzelle befinde sich im Herzen des Orts in unmittelbarer Nähe von Kirche, Kindertagesstätte und Wohnhäusern, heisst es in der Mitteilung. Das Baugesuch sei am Freitag publiziert worden, über das Wochenende habe sich die Gruppierung gebildet. Sie will nun diverse Fragen klären, unter anderem jene, weshalb der Bürgerrat als Vertreter der Landbesitzerin, der Bürgergemeinde Vaz/Obervaz, die Parzelle für das Vorhaben zur Verfügung gestellt hat.
Alternativstandort gefordert
Mit einer Unterschriftensammlung soll das Projekt verhindert werden, wie die Gruppierung schreibt. Es sei unbestritten, dass die 5G-Technologie für Graubünden notwendig sei, bestritten werde aber der Standort einer solchen Antenne. Man sei überzeugt, dass es in der Gemeinde Vaz/Obervaz bessere Stellen ausserhalb einer Wohnzone gebe. Man fordere die Verantwortlichen deshalb dazu auf, die Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen und einen Alternativstandort zu suchen.
Bürgergemeindepräsident Marcus Lenz wollte am Donnerstag diesbezüglich keine Auskunft geben. Wie er am Telefon sagte, wird er erst an der Bürgerversammlung vom Montag mehr dazu sagen.