3000 Euro für 3 Minuten Film
Unzählige Stunden Planung, zwei Tage filmen und rund 100 Gigabyte Filmmaterial – Das und mehr steckten drei Multimedia Production Studenten der HTW in ein Ausbildungs-Projekt. Diese Arbeit wurde nun mit dem Datenschutz Medienpreis des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands ausgezeichnet. Gegenüber Radio Südostschweiz schildert Student Gion Hunziker, wie das Konzept hinter dem Kurzfilm aussieht.
Gion Hunziker, um was geht es in Eurem Kurzfilm?
Darin geht es um die Chancen und die Risiken der Aufzeichnung unserer Gesundheitsdaten. Wir wollten ein leicht überspitztes Zukunftsszenario darstellen anhand der Situation eines jungen Erwachsenen. Erstaunlich daran ist, dass das Szenario gar nicht mehr so realitätsfern ist. Wir haben den Film vor einem Jahr gemacht und mittlerweile ist die Situation ziemlich ähnlich wie in unserem Film.
Ihr habt Euch auch auf die Werte einer Studie gestützt.
Genau, die Studie besagt, dass viele Menschen und auch Unternehmen Interesse an unseren Gesundheitsdaten zeigen. Viele Menschen wissen nicht, dass sie durch Apps, Fitnesswatches und ähnliches einen grossen virtuellen Datenabdruck hinterlassen. Wenn dieser Datenabdruck mehrheitlich aus Gesundheitsdaten und persönlichen Informationen besteht, können die Daten dazu dienen, einem Unternehmen noch mehr Geld zu erwirtschaften. Das sollte natürlich nicht so sein. Das Interesse wird aber laut der Studie immer grösser und der Endnutzer weiss schlussendlich nicht, was mit seinen Daten passiert.