Glarus Süd will als zweite Gemeinde die Steuern erhöhen
Nachdem Glarus Nord kürzlich ein Defizit von 1,4 Millionen Franken budgetiert hat, verkündet nun Glarus Süd in einer Mitteilung ein Minus von fast 2 Millionen. Trotz der geplanten Steuererhöhung von 3 Prozent und einem verbesserten Finanzausgleich erwartet die Gemeinde erneut rote Zahlen. Ausgeglichen werden soll der Verlust erstmalig mit den finanzpolitischen Reserven. Der verbesserte Finanzausgleich entlastet das Nettoergebnis mit rund 1,2 Millionen Franken. Die erhöhte Zinsbelastung von voraussichtlich über 600'000 Franken belastet das Gesamtergebnis deutlich.
Mehr Schüler verursachen mehr Kosten
Auch in der Gemeinde Glarus Süd sind es wie in Glarus Nord hauptsächlich die Bereiche Schule und Familie, welche für die gestiegenen Kosten verantwortlich sind. Wie Glarus Süd mitteilt, führt die Schulkommission den Anstieg auf die steigenden Schülerzahlen zurück. Die steigenden Schulkosten seien auch in den umliegenden Gemeinden spürbar, weshalb auf kantonaler Stufe Abklärungen zur Verbesserung der Situation liefe.
Positive Haltung trotz Verschuldung
Ein positiver Selbstfinanzierungsgrad sei unter den gegebenen Umständen, also dem derzeitigen Budget und den geplanten Investitionen nicht möglich, so die Gemeinde. Somit verschuldet sich Glarus Süd weiter, im Jahr 2024 mit 14 Millionen Franken. Der Gemeinderat versichert, sich der finanziellen Herausforderung mit einer positiven Grundhaltung zu stellen. Dabei zähle er auf die Loyalität und Motivation der Mitarbeitenden und auf die konstruktive Mitwirkung der Bevölkerung. (eing)