160'000 Volt strömen durch Engadiner Leitungen
Über 100 Millionen Franken investiert die Engadiner Kraftwerke AG (EKW) in Kabelleitungen und die dafür notwendigen Schalt- und Transformationsanlagen. Bis 2020 soll die bestehende Freileitung durch neue unterirdische Leitungen ersetzt werden.
Ende März begannen die Vorbereitungsarbeiten für den Kabelzug zwischen Zernez und Bever, wie das Energieunternehmen in einer Mitteilung schreibt. Dort wurden die Kabelrohranlagen im vergangenen Jahr fertiggestellt.
Tests mit 160'000 Volt
Im Abschnitt Pradella bis Zernez hingegen seien die Kabel bereits im letzten Sommer eingezogen worden, sodass nun die Arbeiten zur Inbetriebnahme in Angriff genommen werden können. Davor werden die Leitungen mit 160'000 Volt geprüft. Dazu ist eine spezielle Testausrüstung vor Ort erforderlich, die bereits mit drei Lastwagen ins Engadin transportiert wurde.
Wenn der Test erfolgreich ausfällt, kann die Stromversorgung von den bestehenden Freileitungen auf die neuen Kabelleitungen umgeschaltet werden. Diese sehr anspruchsvolle Aufgabe bedarf einer minutiösen Vorbereitung, wie die EKW schreibt. Sie werde alles daran setzen, dass die Umstellung ohne grosse Beeinträchtigungen der Versorgung und ohne unvorhergesehenen Stromausfälle erfolgen kann. (rac)