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Schweiz und Welt

15 Prozent weniger Lohn für die Ems-Chemie-Spitze

Mara Schlumpf (mas)
26.06.2020, 16:30 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Die Coronapandemie hat Unternehmen landesweit zugesetzt. Während einige Unternehmen Kurzarbeit anmelden, Kredite aufnehmen oder gar Leute entliessen, geht die Ems-Chemie einen anderen Weg. Der Tagesanzeiger berichtete diese Woche, dass der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung auf 15 Prozent ihres Salärs und Honorars verzichten würden.

Die Ems-Chemie habe keine Kurzarbeit angemeldet, heisst es auf Nachfrage von «suedostschweiz.ch». «Die tiefere Auftragslage fängt die Ems-Chemie in der Schweiz mit dem Jahresarbeitszeitmodell auf. Die Mitarbeiter arbeiten weniger, erhalten aber jederzeit den vollen Lohn». Corona-Entlassungen habe es dank diesem Modell keine gegeben.

Allerdings sieht sich die Firma auch in den nächsten Monaten mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. «Die internationale Nachfrage wird auch in den nächsten Monaten noch nicht das Niveau von vor Corona erreichen.»

Rundum zufrieden mit dem Bundesrat ist Frau Martullo indes nicht. «Der Bundesrat unterschätzte die Situation zu Beginn und setzte sich zu wenig konsequent durch. Nach dem Shutdown brauchte es enormen Druck, damit er den Mut hatte, die strengen Massnahmen wieder zu lockern. Er war auch hier zu spät und zum Teil seltsam inkonsequent», sagt sie.

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung verzichten freiwillig auf 15 Prozent der Honorare und Saläre bis keine ausserordentlichen Corona-Massnahmen mehr notwendig seien, heisst es seitens Ems-Chemie. Das eingesparte Geld bleibe in der Firma.

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