130 Millionen Franken für Bündner Unternehmen
«Geschlossen wegen Corona-Massnahmen.» Einige Branchen haben die Massnahmen des Bundes hart getroffen. Restaurants, Fitnesscenter, Kinos, Geschäfte – viele Unternehmen durften ihre Türen monatelang nicht öffnen. Auch Zulieferer konnten in dieser Zeit deutlich weniger Umsatz erzielen.
Ohne das Instrument der Härtefallhilfen hätten viele Betriebe wohl dauerhaft schliessen müssen. Im Kanton Graubünden ist am Mittwoch die Frist für das Einreichen von Gesuchen für Härtefallhilfen abgelaufen. Regierungsrat Marcus Caduff erklärt, wie die Situation in Graubünden aussieht.
Herr Caduff, die Frist für das Einreichen von Gesuchen für Härtefallhilfen ist in Graubünden am 30. Juni abgelaufen. Wie viele Gesuche sind beim Kanton eingegangen?
Marcus Caduff: Die definitive Zahl kann ich noch nicht nennen, weil es noch möglich ist, dass mit dem Poststempel vom Mittwoch noch weitere Gesuche reingekommen sind. Es war ja theoretisch bis Mitternacht möglich, Gesuche einzureichen. Ich denke, es wird sich letztendlich um gut 1500 Gesuche handeln.
Nicht jedes Gesuch kann aber bewilligt werden.
Nein. Wir haben auch noch nicht alle 1500 Gesuche beurteilt. Zurzeit sind wir etwa 1200 davon durchgegangen. Und ich würde sagen, dass wir von diesen etwa zehn Prozent ablehnen mussten. Mit anderen Worten: Gut 90 Prozent der Gesuche wurden gutgeheissen.
Das hört sich nach einer hohen Quote an.
Das ist so. Ich gehe davon aus, dass viele Unternehmen genau abklären, ob sie die erforderlichen Kriterien für Härtefallhilfen wirklich erfüllen, bevor sie den Aufwand betreiben, ein Gesuch einzureichen. So liesse sich erklären, weshalb die Quote an Gutheissungen so hoch ist.