12. Tag der Berufsbildung
Spätestens nach den obligatorischen neun Schuljahren muss sich jeder die Frage stellen: «Wie geht es weiter?» Soll es eine Lehre werden, ein Brückenschuljahr, eine Mittelschule oder ein Gymnasium? Durch die verschiedenen Möglichkeiten stehen den jungen Menschen eigentlich alle Türen offen, wie Benjamin Mühlemann, Regierungsrat Bildung und Kultur Kanton Glarus, gegenüber Radio Südostschweiz betont. «Wir haben ein Bildungssystem, welches extrem durchlässig ist. Dadurch ist fast jede Karriere möglich.» Beispielsweise sei nach einer beruflichen Grundbildung mit Berufsmatura der Zugang zu einer Hochschule möglich. Das Gleiche ginge aber auch mit einem Ausweis einer Mittelschule oder einer höheren Schule. «Alle Abschlüsse sind sozusagen möglich», meint Mühlemann.
Auch in der aktuellen Coronakrise stehen diese Optionen weiterhin zur Verfügung. Zuletzt entschied der Kanton, dass die Schülerinnen und Schüler aller Abschlussklassen mit Anpassungen ihre Abschlüsse erhalten würden. Wie aber wirkt sich die aktuelle Lage auf die Jugendlichen aus, die eine Lehrstelle suchen? Andreas Zuber, Berufs-, Studien- und Laufbahnberater beim Amt für Berufsbildung Graubünden, meint: «Falls jemand noch auf Lehrstellensuche ist: Es gibt noch freie Plätze.» Sprich, viele Branchen wie Handwerk, Detailhandel, Gastgewerbe und Pflege nehmen noch immer Bewerbungen an. «Eigentlich ist fast die ganze Palette an Lehrberufen noch eine Möglichkeit», so Zuber.
Aber wie viele Personen absolvieren überhaupt in Graubünden und in Glarus eine Lehre und wie viele eine Matura? Zu Feier des 12. Tages der Berufsbildung haben wir uns auf die Suche nach einigen Fakten rund ums Thema Berufsbildung gemacht: (paa)