«Wir spüren das Messer am Hals»
Der sechste Rang ist am Ende der Qualifikation in der National League von spezieller Bedeutung, weil er gerade noch zur direkten Playoff-Qualifikation reicht. Die Teams auf den Plätzen 7 bis 10 ermitteln danach in sogenannten Pre-Playoffs die beiden letzten Playoff-Teilnehmer. Diesbezüglich machte der HCD vor einem Jahr schlechte Erfahrungen. Damals scheiterten die Davoser als Achte nach der Qualifikation am neuntplatzierten SC Bern. Aktuell befindet sich der HCD nach 40 von 52 Qualifikationsrunden zwar noch an sechster Stelle. Wegen vier Niederlagen in Folge ist der Vorsprung auf Servette aber auf vier Punkte geschmolzen. Und auch Lausanne ist mit zwei Partien weniger in Lauerstellung aufgerückt.
Am Freitagabend verpasste es der HCD in der Direktbegegnung mit Lausanne, die Westschweizer auf Distanz zu halten. Die Bündner führten zwar nach zwei Dritteln noch mit 3:2, bevor Lausanne mit einem Doppelschlag innert 56 Sekunden das Resultat drehte. 24 Stunden später peilten die Davoser in Ambri im Schlussdrittel beim Stand von 2:2 den Sieg an – beide HCD-Treffer erzielte Matej Stransky – doch dann kassierten sie sieben Minuten vor Spielende das entscheidende 2:3.
Nicht alles ist schlecht
«Wir müssen definitiv wieder Wege finden, solche Spiele wie gegen Lausanne und Ambri zu gewinnen», sagt Magnus Nygren, der an Stelle des gesperrten Andres Ambühl als HCD-Captain amtete. «Zurzeit begehen wir individuelle Fehler, für die wir hart bestraft werden wie etwa beim 2:2 von Lausanne neun Sekunden vor der ersten Pause. (Da hatte HCD-Stürmer Mathias Bromé den Puck leichtfertig in der neutralen Zone verloren, die Red). In unserer aktuellen Situation können wir uns solche Aussetzer nicht leisten.» Trotz der knappen Niederlagen ortete der schwedische HCD-Verteidiger bei seinem Team positive Aspekte: «Wir machen viele gute Sachen wie etwa gegen Lausanne das Powerplay, in welchem wir zwei Tore erzielten. Unsere letzten Auftritte waren generell wesentlich besser als es die Resultate aussagen. Wir waren gegen Rapperswil, ab dem zweiten Drittel auch gegen die ZSC Lions und insgesamt gegen Lausanne die bessere Mannschaft. Aber wenn wir trotzdem verlieren, bringt uns das nichts.»