Zwei knappe Niederlagen gegen Schweden
Auf das Schweizer A-Nationalteam der Männer wartete im letzten Spiel der Euro Floorball Tour (ETF) in Schweden der Gastgeber und amtierende Weltmeister. Laut einer Mitteilung von Swiss Unihockey betrieben die Schweden nach einem ausgeglichenen Start in die Partie in der 9. Minute ein erfolgreiches Pressing, wodurch Kohonen im Slot völlig allein zum Abschluss kam und zum 0:1 traf. Die Schweizer Reaktion liess aber nicht lange auf sich warten, Stefan Hutzli musste nach einem schnellen Gegenstoss und einem schönen Zuspiel von Hollenstein ebenfalls nur noch den gegnerischen Goalie überwinden. Das animierte Startdrittel bot noch zwei weitere Tore. Wieder gingen die Schweden in Führung, doch es verging keine Minute, ehe Maurer nach schöner Vorarbeit von Louis zum 2:2 traf.
Es verging eine Viertelstunde, bis wieder ein Team jubeln konnte. Die Schweden waren im Mitteldrittel etwas stärker und nützten dies mit zwei Treffern innerhalb von weniger als zwei Minuten aus. So gingen die Schweizer mit einer Hypothek von 2:4 in die letzten 20 Minuten des Turniers.
Vergebliche Aufholjagd
Die Spielanteile waren nun wieder ausgeglichen, doch in der 50. Minute waren es erneut die Gastgeber, die ihren fünften Treffer bejubeln konnten. Die Schweiz gab sich aber nicht geschlagen und kämpfte sich zurück: Zuerst wartete Jan Zaugg nach einem Freistoss gekonnt auf den richtigen Moment zum Abschluss, 40 Sekunden später erblickte Fitzi den aufgerückten Verteidiger Luca Graf im hohen Slot – schon stand es nur noch 4:5 aus Schweizer Sicht. Nach dem nächsten Treffer Schwedens dauerte es nur 36 Sekunden, bis Captain Seiler seine Farben wieder heranbrachte. Vier Minuten vor Schluss bot sich dank einer Strafe gegen die Schweden die optimale Chance zum Ausgleich, die allerdings nicht genutzt wurde. «Wir hatten viele Chancen und hätten diese packen können,» meint Luca Graf nach dem Spiel, «die Schweden wären absolut schlagbar gewesen.» So lief dem Team von Johan Schönbeck die Zeit davon, erst in der 60. Minute folgte das Timeout. Mit sechs gegen fünf Feldspielern wollte der Ausgleich auch nicht gelingen, und so endet die EFT mit der dritten Niederlage im dritten Spiel. «Das neue Team muss sicher noch besser zusammenfinden,» erklärt Graf die Spiele der Euro Floorball Tour, «das ist ein natürlicher Prozess, aber ich spüre viel positive Energie und den Willen, etwas zu reissen.»