Unglaubliche Malanser Aufholjagd, nichts Neues bei Chur: So spielten die Bündner Unihockeyklubs
Ist das die Aufholjagd dieser Unihockeysaison? Was Alligator Malans am Samstagabend zu Hause in Maienfeld gegen die Grasshoppers vollbringt, ist auf alle Fälle rekordverdächtig. Mit 0:5 nach 22 Minuten und mit 2:7 bis zur 43. Minute liegen die Bündner Herrschäftler aussichtslos zurück. Dann zünden sie den Turbo, erzielen Tor für Tor und retten sich in der 57. Minute in die Verlängerung. In dieser holen sie sich mit dem Treffer zum 8:7 gar noch den Sieg. Aber schön der Reihe nach:
Zu Beginn funktioniert so gut wie nichts auf Seiten des Heimteams. Viel zu einfach kommen die Zürcher zu ihren Toren. 0:4 steht es zum Ende des ersten Drittels nach 20 Minuten. Eine Steigerung zu Beginn des Mitteldrittels? Fehlanzeige. Wieder sind es die Zürcher, die treffen und die Führung auf 5:0 ausbauen können. Viele Fans dürften sich in diesem Moment fragen: Haben die Alligatoren ein Mentalitätsproblem? Doch dann geht ein Ruck durch das Heimteam. Joshua Schnell und Christoph Camenisch sorgen für die ersten beiden Treffer. Es bleibt nur ein kurzes Aufbäumen, danach geraten die Alligatoren wieder ins alte Fahrwasser und kassieren zwei weitere Gegentore.
Im Schlussabschnitt folgt die nicht mehr für möglich gehaltene Aufholjagd. Der Reihe nach treffen Mauro Hartmann, Valentin Schubiger, Captain Dan Hartmann und Joel Friolet. Zehn Minuten vor Schluss steht es plötzlich nur noch 6:7 aus Bündner Sicht. Und weil die Malanser viereinhalb Minuten vor Schluss in Überzahl spielen können, ist die Gelegenheit günstig. Der Captain lässt sich nicht zweimal bitten und gleicht das Resultat aus. In der Verlängerung erzielt wiederum Hartmann den Siegtreffer und sichert seinem Team den zweiten Punkt. Damit verbleiben die Alligatoren auf dem fünften Platz. Trotz Sieg ist der Rückstand von fünf Punkten auf die Top 4, welche die sportliche Leitung als Ziel für die Qualifikationsphase herausgegeben hat, immer noch relativ gross.