Sieg zum WM-Auftakt: Rüttimann trifft und ist Länderspiel-Rekordhalterin
von swiss unihockey
Der Nationaltrainer Oscar Lundin erwartete vor dem ersten WM-Spiel eine gewisse Nervosität, aber auch positive Energie. Für ihn und neun Nationalspielerinnen war es das erste Länderspiel an einer Weltmeisterschaft. Gegen die Weltnummer sieben gingen sie als klare Favoritinnen aufs Feld.
Schon nach wenigen Sekunden kam Nathalie Spichiger zu einer ersten Chance. Die Schweizer Torhüterin Lara Heini war nach vier Minuten erstmals gefordert. Ansonsten hatten die Schweizerinnen das Spiel im Griff. In der Defensive standen sie gut und in der Offensive kamen sie immer wieder zu Abschlüssen, die aber noch nicht gefährlich genug waren. In der 13. Minute war Céline Stettler dem ersten Tor am nächsten.
Das zweite Drittel begann so wie das erste: Mit einem gefährlichen Abschluss, diesmal von der Bündnerin Corin Rüttimann, die ihr 136. Länderspiel bestritt und somit die alleinige Rekordhalterin der Schweiz ist. Nach fünf Minuten im zweiten Drittel traf Anja Wyss lediglich die Torumrandung. Wenig später verfehlte Rüttimann das leere Tor. In der 28. Minute belohnte Stettler den Aufwand der Schweizerinnen mit dem ersten Tor. Die Norwegerinnen kamen vermehrt zu guten Möglichkeiten, doch auf Heini im Goal war Verlass. Nach einem weiten Auswurf von ihr auf Spichiger, passte diese auf Captain Isabelle Gerig, die auf 2:0 erhöhte. Und es kam noch besser vor der zweiten Pause: Doris Berger gelang der dritte Treffer.
Sieben Tore im Schlussdrittel
Im letzten Abschnitt kamen auch Selma Bergmann, Leonie Wieland und Marylin Thomi zu ihrem WM-Debüt. Die Schweizerinnen kontrollierten das Spiel, Rüttimann traf einmal mehr nur die Torumrandung. Dann aber wollten weitere Tore fallen: Rüttimann, Wieland – mit ihrem ersten Nati-Tor – und Anja Wyss in Überzahl schraubten das Skore auf 6:0. Rund sieben Minuten vor Schluss musste sich Heini doch noch bezwingen lassen. Ihre Teamkollegin bei Pixbo, Rikke Hansen, schoss das erste Tor für Norwegen. Und die Norwegerinnen konnten fünf Minuten, als Linn Larsson auf der Strafbank sass, das zweite Tor bejubeln.