Schweizer Unihockeynationalteams scheitern an Tschechien
Die neu zusammengestellten Linien im Schweizer A-Team fanden gut in das zweite Spiel an der Euro Floorball Tour gegen Tschechien. Den tschechischen Torhüter Tomas Jurco konnten sie aber noch nicht richtig herausfordern. Wie Swiss Unihockey in einer Mitteilung schreibt, hatte Claudio Mutter in der 5. Minute die grösste Möglichkeit. Nach einem ruhigen Start wurde Lukas Genhart im Schweizer Tor ab der 13. Minute immer mehr gefordert und er musste den einen oder anderen Save auspacken. Da aber auch die Tschechen nicht reüssierten, ging es torlos in die erste Pause.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts kamen die Schweizer gleich zu ein paar guten Möglichkeiten. Sie scheiterten aber ebenso wie Martin Tokoš, der in der 26. Minute alleine vor Genhart auftauchte. Eine Freistossvariante der Schweizer führte zum ersten Torerfolg in der 29. Minute. Janis Lauber konnte sein zweites Länderspiel-Tor erzielen. Aus dem Spiel heraus taten sich beide Teams aber weiterhin schwer mit Toreschiessen. Zwar waren die Chancen nun hochkarätiger, aber die Goalies liessen sich nicht bezwingen. Insgesamt waren die Schweizer dem zweiten Tor näher: «Wir hatten die Tschechen ab dem zweiten Drittel ziemlich gut im Griff. Ich hatte auf dem Feld das Gefühl, dass wir Chancen am Laufmeter kreierten», sagte Captain Noël Seiler nach dem Spiel.
Im letzten Drittel ging es im ähnlichen Stil weiter. Nach einem Konter scheiterte Tokoš zuerst an Genhart, doch dann haute Adam Hemerka den Ball in die Maschen. Rund fünf Minuten vor Schluss holte Seiler das erste Powerplay heraus. Statt in Führung zu gehen, musste das Team von Johan Schönbeck aber einen Rückstand hinnehmen. Filip Langer reagierte nach einem erfolglosen Abschluss der Schweizer am schnellsten und konnte nur noch mit einem Foul vor dem Schweizer Tor gestoppt werden. Zwei Sekunden vor Ablauf der Strafe kam es so zum Penalty. Langer verwertete diesen gleich selber zur erstmaligen Führung der Tschechen. Mit einem sechsten Feldspieler versuchten die Schweizer den Ausgleich zu erzielen. Doch wie so oft in dieser Partie scheiterten sie, womit sie eine 1:2-Niederlage hinnehmen mussten. «Es war eine Steigerung zu gestern. Wir konnten viele gute Chancen kreieren, doch nutzten wir sie nicht. So gewinnt man keine Spiele», sagt Seiler.