Nur noch ein Bündner dabei: So sieht das Schweizer Aufgebot für die Unihockey-WM aus
Es gab Zeiten, da machten die Bündner Unihockeyspieler einen beträchtlichen Teil des Schweizer Nationalteams aus. Auch in den vergangenen Jahren war meist noch ein Quintett oder zumindest ein Quartett aus dem Kanton Graubünden dabei. Doch die Zeiten haben sich geändert. Für die Unihockey-WM im schwedischen Malmö vom 7. bis 15. Dezember figuriert mit dem Churer Paolo Riedi noch ein Bündner im Schweizer Aufgebot.
Der ehemalige Akteur von Chur Unihockey spielt seit vielen Jahren bei den Grasshoppers und wohnt in Zürich. Obwohl es seinem Team nicht gut läuft in der aktuellen Meisterschaft (9 Punkte aus 9 Spielen, Rang 9), liefert der Stürmer zuverlässig ab. Er ist Topskorer seines Teams und hat bereits 15 Punkte gesammelt (8 Tore, 7 Vorlagen). Dan Hartmann, der zweite aussichtsreiche Bündner und Captain von Alligator Malans, schaffte den Sprung an die WM hingegen nicht, obwohl er an den letzten Zusammenzügen stets dabei war.
Viele Neulinge, wenig Routine
Der Schweizer Nationaltrainer Johan Schönbeck setzt lieber auf Neulinge. Gleich zwölf Spieler sind dabei, die erstmals für die Schweiz an einer WM teilnehmen werden. In der Medienmitteilung von Swiss-Unihockey lässt sich der Coach wie folgt zitieren: «Einige würden sagen, dass es nicht ideal ist, eine WM mit so vielen Debütanten zu bestreiten. Wir wussten jedoch während der ganzen Kampagne, dass viele Neulinge dabei sein werden. Ich finde es eine spannende Ausgangslage.»