Matchball vergeben: Alligator Malans verliert Play-off-Spiel 6 gegen GC mit 1:5
Plötzlich hat Alligator Malans etwas Druck. Denn vor dem sechsten Spiel in der Play-off-Viertelfinalserie gegen den amtierenden Meister GC in Maienfeld liegen die Bündner Herrschäftler nach dem Auswärtssieg vom Samstag in Zürich mit 3:2 vorne. Wie würde das Heimteam so kurz vor dem möglichen Einzug in den Play-off-Halbfinal auftreten? Noch immer so unbeschwert wie bisher in diesem Duell?
An der Spielanlage ändert sich auch in Partie Nummer 6 nichts. GC kontrolliert, dominiert und hat viel Ballbesitz. Alligator Malans verteidigt aufopferungsvoll und setzt mit Gegenstössen Nadelstiche. Insgesamt aber entwickelt sich ein kontrollierteres Spiel als in den vorherigen Duellen. Die ganz grossen Chancen bleiben zu Beginn auf beiden Seiten aus. Wie auf dem Feld liefern sich auf den Rängen die beiden Fanlager ein stimmungsreiches und unterhaltsames Duell.
Jamie Britt ist es in der elften Minute vorbehalten, seine Farben in Führung zu schiessen. Den grossen Anteil am 1:0 hat dabei aber Kevin Berry, der auf der Seite den Ball und beim 2:0-Angriff Teamkollege Britt im Slot bedient. Auch das noch aus Zürcher Sicht. Doch der amtierende Meister und Qualifikationssieger ist nicht geschockt. Keine Minute später reagiert Captain Joel Rüegger auf einen von der Bande zurückprallenden Ball am schnellsten und sorgt für den prompten Ausgleich. Und weil in der 16. Minute GC ein erstes Mal durch Tobias Heller in Führung gehen kann, legen die unter Zugzwang stehenden Zürcher bis zur ersten Drittelpause mit einem Treffer vor.
Mehrere Nackenschläge im Mitteldrittel
Das Mitteldrittel entwickelt sich so, wie es sich das spielbestimmende GC wünscht. Mit der Führung im Rücken können sie weiterhin das Geschehen auf dem Feld diktieren und Malans ist – je länger das Spiel dauert – gezwungen, mehr Risiko zu nehmen. Dass in der 28. Minute ein weiterer Treffer gegen die Alligatoren fällt, macht die Sache noch etwas komplizierter. Am langen Pfosten wird Kay Bier nach einem Querpass von Simon Laubscher vergessen. Captain Florian Tromm hat den Torschützen im Rücken weglaufen lassen.