Alligator Malans holt Meistertrainer Thomas Berger zurück
In extremis hat sich Alligator Malans am Sonntag in der letzten Runde der Qualifikation doch noch für die Play-offs qualifiziert. Trotzdem bleibt unter dem Strich eine bislang sehr enttäuschende Spielzeit des erfolgsgewohnten Vereins aus der Bündner Herrschaft in der höchsten Schweizer Liga im Unihockey. Nun wurden die Weichen für die Zukunft mit einer brisanten Personalie auf der Position des Cheftrainers gestellt. Mit dem 53-jährigen Thomas Berger kehrt der Erfolgstrainer früherer Jahre nach mehr als 20 Jahren Pause zu seinem Stammverein zurück. Berger hatte die Alligatoren in den Jahren 1995 bis 2002 zu drei Schweizer Meistertiteln geführt. Er blieb auch nach seinem Abschied aus Malans einer der erfolgreichsten Trainer im Unihockey. Zweimal war er für den Schweizer Rekordmeister SV Wiler-Ersigen tätig. Dabei feierte er im Kanton Bern nicht weniger als neun Meistertitel. Zwischen seinen beiden Engagements war er von 2011 bis 2015 auch bei Alligators Kantonsrivale Chur Unihockey als Chefcoach tätig gewesen.
Bergers zweite Amtsperiode bei Wiler-Ersigen endete indes im Dezember unschön. Er wurde wegen Differenzen mit dem Team vorzeitig von seinem Amt entbunden. Berger gilt als sehr fordernder Trainer, der mit seiner oft kompromisslosen Einstellung immer wieder bei Spielern und Verantwortlichen aneckt. Sein vorzeitiger Abgang bei Wiler-Ersigen wurde natürlich auch in der Heimat bei Alligator Malans registriert. Die Verantwortlichen um den langjährigen Ressortleiter Sport Thomas Hitz sowie den neuen Sportchef Peter Lüthi befassten sich ab sofort mit der möglichen Rückholaktion des ehemaligen Erfolgstrainers. «Thomas Hitz und ich kennen Thomas Berger noch als Spieler aus seiner Zeit als Trainer bei Alligator Malans. Er hat hier und auch bei Wiler-Ersigen Grossartiges geleistet», erklärt Lüthi in einer Medienmitteilung. «Ich bin sehr dankbar, dass ich die Chance erhalte, wieder als Cheftrainer für Alligator zu arbeiten. Meine Intention war schon immer dort zu wirken, wo ich etwas entwickeln kann. Da sehe ich bei Alligator viel Potenzial für die Zukunft», wird Berger zitiert.