Mit einem 0:5 krachend gescheitert – wars das für Trainer Wohlwend?
Nein, so hat man es sich beim HC Davos nicht vorgestellt. Im Halbfinale des Spengler Cups sind die Davoser gescheitert. Krachend gescheitert. 0:5 gegen den National-League-Zehnten Ambri-Piotta. Das warten auf den 16. Titel am Heimturnier und den ersten Triumph seit 2011 geht damit weiter. Eine Niederlage gegen die Tessiner ist keine Schande. Erst recht nach dem happigen Programm der letzten Tage. Allerdings hätte es der HCD mit einem Sieg im zweiten Gruppenspiel gegen Sparta Prag in den eigenen Händen gehabt, ausgeruht in den Halbfinal zu steigen. Mit der Nullleistung im Spiel gegen die Tschechen vergab man diese Chance aber selbst.
Es war wie schon vor drei Jahren, als der HCD alle Spiele verlor, kein geglückter Auftritt der Davoser am Heimturnier. Zwar nahm man sich fest vor, es besser zu machen, diesmal um den Titel zu spielen. Neben dem Totalausfall gegen Prag schlug man zwar das später sang- und klanglos ausgeschiedene Team Canada und Helsinki ganz knapp. Doch die Leistungen waren nie überzeugend, man machte teils unerklärliche Fehler. Die 17 Gegentore in vier Partien sprechen Bände. Und auch in der Offensive agierten die Bündner schlicht zu harmlos.