Alle sechs Teams greifen nach dem Pokal
Weitere höchst ambitionierte Teilnehmer sind mit Ambri-Piotta, dem Team Canada und KalPa Kuopio die Sieger der drei letzten Austragungen sowie der HCD.
Der Spengler Cup feiert in der Altjahreswoche seinen 100. Geburtstag. Das Traditionsturnier wird allerdings erst zum 95. Mal ausgetragen. Sechs Mal musste es abgesagt werden: 1939 und 1940 wegen des Zweiten Weltkriegs, 1949 und 1956 aus wirtschaftlichen Gründen sowie 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie. Der 95. Spengler Cup verspricht Hochspannung. Alle sechs Mannschaften nennen zumindest die Finalteilnahme oder gar den Turniersieg als Ziel. Mit ausgezeichneten Referenzen reist der HC Dynamo Pardubice an. Er führt die tschechische Meisterschaft überlegen an. Erfolgsgarant ist Trainer Vaclav Varada. Zuletzt führte er Trinec drei Mal zum Meistertitel in der tschechischen Extraliga. In der Saison 206/07 gewann Varada als Stürmer mit dem HCD die Schweizer Meisterschaft und den Spengler Cup. Wie der Spengler Cup ist Dynamo Pardubice 100 Jahre alt. Der Club wollte deshalb unbedingt nach Davos kommen. Er will in Davos aber nicht nur feiern, sondern mit starken Auftritten auf dem Eis überzeugen. «Wir sind läuferisch stark, können aufs Tempo drücken und treten auf der ganzen Eisfläche aggressiv auf», nennt Varada die Trümpfe seiner routinierten Mannschaft. Sechs Spieler weisen NHL-Erfahrung auf, vierzehn trugen an Weltmeisterschaften das tschechische Nationaltrikot, und neun waren schon an Olympischen Spielen dabei.
Ambri in der Rolle des Gejagten
Dynamo Pardubice trifft am 26. Dezember im Eröffnungsspiel des 95. Spengler Cups um 14.10 Uhr auf Titelverteidiger Ambri-Piotta. Die Tessiner setzten sich im letzten Final gegen Sparta Prag nach Penaltyschiessen mit 2:1 durch. Den entscheidenden Penalty verwertete Inti Pestoni. Er freut sich aufs kommende Turnier. «Das wird wieder eine gute und interessante Herausforderung», meint Pestoni. «Es macht immer Spass, gegen grosse internationale Teams zu spielen.» Ambris Team charakterisiert Pestoni als «speziellen Mix aus jungen und erfahrenen Akteuren. Wir haben viele talentierte junge Spieler aus den eigenen Reihen.» Gerade für diese sei der Spengler Cup ein idealer Lehrplatz, an dem sie aus Fehlern, die ihnen niemand verüble, viel lernen könnten.