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Regionalsport

Nach Rückzug aus psychischen Gründen – Tanno holt fünfte Medaille an den X-Games

Roman Michel
29.01.2024, 08:41 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Giulia Tanno und die X-Games – eine komplizierte Beziehung. Vier Mal holte sich die Bündnerin am prestigeträchtigen Event, zu dem die besten Athletinnen und Athleten eingeladen werden, schon eine Medaille. Der Anlass ist aber auch mit weniger schönen Erinnerungen verbunden: Vor sechs Jahren brach sich Tanno an den X-Games den Oberarm – und verpasste die Olympischen Spiele in Südkorea. Vor zwei Jahren zog sie sich in Aspen beim Aufwärmen eine Bänderverletzung zu – und musste erneut auf die Olympischen Spiele verzichten. 

Dieses Jahr sorgt Tanno für sportliche Schlagzeilen. Hinter der dreifachen Weltmeisterin Tess Ledeux (Frankreich) und Teamkollegin Mathilde Gremaud holt sich die 25-jährige Heidnerin im Slopestyle die Bronzemedaille. Wie zuletzt 2020. Auf den Big-Air-Wettbewerb verzichtete Tanno kurzfristig. Und gibt in den sozialen Medien eine eindrückliche Erklärung ab: «Physisch fühlte ich mich bereit. Aber mental nicht. Es ist hart, weil niemand ausser mir das sehen kann. Darum fühlte sich der Entscheid im ersten Moment nicht gerechtfertigt an. Aber ich musste in der Vergangenheit auf bittere Art lernen, dass man in unserer Sportart auf die Gefühle vertrauen muss.»

Ragettli verpasst Podest

Eine Enttäuschung muss Andri Ragettli hinnehmen. Der Flimser, zweifacher Gold-Gewinner im Slopestyle an den X-Games, klassiert sich im Zehnerfeld bloss auf Rang 5. «Hart zu akzeptieren», schreibt der Bündner auf Instagram. Und hadert mit der Punktevergabe der Jury: «Manchmal ist es hart, das Resultat zu akzeptieren.» 

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