Schweizer Festspiele in Wengen – Rogentin sagt: «Es war nicht mehr so viel Energie im System»
Schweizer Festspiele in Wengen! Marco Odermatt gewinnt den Abfahrtsklassiker am Lauberhorn vor Franjo von Allmen. Wahnsinn! Von Allmen setzt sich nur 24 Stunden nach seinem Sieg im Super-G mit der Nummer 12 an die Spitze. Und erlebt dort, wie Odermatt die Zeit seines Teamkollegen gleich danach nochmals unterbietet. Knapp vier Zehntel nimmt Odermatt von Allmen ab. Das Lauberhorn bebt.
Für Odermatt ist es der nächste Triumph in Wengen. Schon im letzten Jahr stand der Ausnahmekönner beim Heimrennen ganz zuvorderst – und das gleich zwei Mal. «Ich hörte am Start die Fans jubeln, da wusste ich, dass Franjo eine Bestzeit aufgestellt hatte», so Odermatt bei SRF. Ein zusätzlicher Kick für die eigene Fahrt. Hinter dem Schweizer Duo fährt der Slowene Miha Hrobt auf Rang 3.
Rogentin gezeichnet
Der Bündner Stefan Rogentin landet am Ende auf Rang 12, 1,66 Sekunden beträgt sein Rückstand auf Odermatt. «Nicht schlecht, aber auch nicht top», sagt der Heidner über seine Fahrt. Für Rogentin war die Lauberhorn-Abfahrt der Abschluss von verrückten Tagen in Wengen. Im ersten Training stürzte der 30-Jährige heftig, prallte kurz vor dem Ziel mit voller Wucht in die Fangnetze. Vor allem mental setzte ihm der Zwischenfall zu. Im «Blick» sagte Rogentin, dass er in der Nacht jeweils die Fangnetze auf ihn zukommen sah.
Trotzdem fährt Rogentin am Freitag aufs Super-G-Podest. Dritter. Der dritte Podestplatz der Karriere im Weltcup. Nach der Abfahrt gibt der Bündner nach dem mentalen Auf und Ab zu: «Es war nicht mehr so viel Energie im System drin.» Eine Pause gibts aber nicht. Schon in einer Woche steht in Kitzbühel der nächste Klassiker an.