Mit frisch rasierter Glatze: Rogentin holt sensationell Medaille in der Team-Kombi
In Super-G und Abfahrt reichte es nicht. Bei seinem dritten Auftritt an der Ski-WM in Saalbach schlägt Stefan Rogentin zu. Und wie! In der Team-Kombination aus Abfahrt und Slalom gewinnt der Bündner Speedspezialist zusammen mit Marc Rochat die Bronzemedaille. Stark! Am Morgen sorgt Rogentin mit der achtschnellsten Zeit für eine vielversprechende Ausgangslage, etwas mehr als eine Sekunde beträgt der Rückstand auf die Bestzeit von Franjo von Allmen. Am Nachmittag gelingt Marc Rochat ein Traumlauf – und katapultiert das Schweizer Duo so aufs Podest. Rogentin drückt dabei im Zielraum die Daumen. «Go Rocket» steht auf seinem Plakat. «Vorwärts Rakete.»
Wahnsinn! Damit kompletieren Rogentin und Rochat ein Schweizer Dreifachpodest. Von Allmen gewinnt zusammen mit Loïc Meillard Gold. Alexis Monney und Tanguy Nef holen Silber. Es ist der erste Schweizer Dreifachsieg an einer Ski-WM seit der WM-Abfahrt 1987 in Crans-Montana und der dritte überhaupt.
Heisst auch: Auf dem WM-Podium dominiert Glatze! Nach der Abfahrtswette vom Wochenende rasierten die Schweizer Speedcracks, darunter auch Rogentin, ihren Schädel ganz kahl. Und siehe da: Es lohnte sich.
Die Topfavoriten Von Allmen/Meillard verwiesen ihre Teamkollegen um 27 respektive 43 Hundertstel auf die weiteren Podestplätze. Es ist der erste Schweizer Dreifachsieg an einer Ski-WM seit 38 Jahren und der dritte überhaupt. 1987 hatte Peter Müller in der Abfahrt vor Pirmin Zurbriggen und Peter Alpiger triumphiert, 1931 an der ersten Ski-WM in Mürren ebenfalls in der Abfahrt Walter Prager vor Otto Furrer und Willi Steuri.
Meillard schob das Team «Schweiz 1» im Slalom vom 2. Rang an Monney/Nef vorbei an die Spitze, Rochat hievte «Schweiz 4» mit der drittbesten Slalomzeit vom 8. Rang noch auf das Podest.