Kurz vor Heimrennen in St. Moritz: Für verletzte Bündner Skirennfahrerin beginnt Wettlauf mit der Zeit
Als Stephanie Jenal zur Linkskurve ansetzen will, verliert sie das Gleichgewicht. Es reisst ihr die Skier auseinander. Mit viel Glück bleibt sie im ersten Moment auf den Beinen, doch die nahen Fangnetze lassen einen Sturz vermuten. Das Video bringt keine eindeutige Antwort. Die 25-jährige Bündner Skirennfahrerin hat es auf ihrem Instagram-Profil gepostet und schreibt dazu: «Das Training lief gut, bis zu einem kleinen Fehler vor ein paar Tagen. Zum Glück kam ich mit einer Zerrung des Kreuzbandes und einer Knochenprellung davon.»
Ein anderes Bild zeigt Jenals linkes Bein auf der Rückbank eines Autos. Dick einbandagiert und mit einer Kühlweste versehen ist ihr linker Oberschenkel. Es ist eine Verletzung zur Unzeit, stehen doch in knapp einer Woche (8. bis 10. Dezember) eine Abfahrt und zwei Super-G-Rennen in St. Moritz an. Es sind die Heimrennen für die Samnaunerin. Entsprechend bitter wäre es, würde sie diese Wettkämpfe verpassen. Jenal schreibt weiter in ihrem Post: «Ich versuche, so schnell wie möglich zurückzukehren.» Klar ist, der Wettlauf mit der Zeit hat begonnen für die Bündner Skirennfahrerin, die als Bestresultat im Weltcup einen zehnten Platz im Super-G von Kvitfjell (NOR) vorzuweisen hat.