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Regionalsport

«Es ist cool und doch bin ich enttäuscht» – Vanessa Kasper fährt in Sölden in die Punkte

Gemischte Gefühle bei Vanessa Kasper. Die Engadinerin fährt beim Weltcupstart in Sölden in die Top 30. Ganz zufrieden ist sie aber nicht.
Roman Michel
25.10.2025, 14:00 Uhr
11.05.2026, 12:16 Uhr

Selbst der SRF-Reporter versucht es. «Sie sind in den Punkten. Da dürfen Sie doch zufrieden sein», sagt er im Zielbereich von Sölden. Vanesssa Kasper lächelt etwas gequält. «Ja, damit bin ich zufrieden. Aber aktuell überwiegt doch noch die Enttäuschung.» Die Engadinerin hadert mit ihrem zweiten Lauf beim Riesenslalom auf dem Rettenbachgletscher. Mit Startnummer 33 hatte sich Kasper für die Entscheidung qualifiziert, leistet sich dort aber im Mittelabschnitt einen entscheidenden Fehler. «Der zweite Lauf war nicht gut», gibt sie im Ziel sofort zu. In der Endabrechnung wirds Rang 29, Kasper ist drittbeste Schweizerin. «Es ist cool. Und doch bin ich enttäuscht», so Kasper. Der Sieg im ersten Rennen der Saison geht an die Österreicherin Julia Scheib. Lara Gut-Behrami wird Dritte.

Sie fiel aus allen Kadern

Eigentlich ist es schon ein Erfolg, dass Kasper in Sölden überhaupt am Start steht. Im vergangenen Frühling flog sie wegen fehlenden Resultaten aus allen Kadern von Swiss-Ski. Auf eigene Faust kämpfte sie sich durch den letzten Winter, bezahlte Trainer, Hotels, Reisen, etc. aus der eigenen Tasche. Rund 80 000 Franken soll die Saison gekostet haben. Der Aufwand lohnte sich: Dank dem 2. Platz in der Riesenslalom-Gesamtwertung sicherte sich die 28-Jährige einen Fixplatz für den Weltcup. Und holt in Sölden zum siebten Mal Weltcuppunkte in ihrer Paradedisziplin.