«Es war cool, vor 3000 Leuten zu spielen»
DZ: Rico Gredig, wie haben Sie reagiert, als Sie das definitive WM-Aufgebot erhielten?
Rico Gredig: Ich konnte bereits im Dezember letzten Jahres und dann wieder im Februar dieses Jahres in der Slowakei mit der Schweiz an Turnieren teilnehmen. Insofern hatte ich schon ein wenig damit gerechnet, ein Aufgebot für die Vorbereitungsphase zu erhalten. Aber es ist natürlich eine Ehre, die Schweiz an internationalen Wettkämpfen vertreten zu dürfen.
Wie stolz sind Sie denn, Einsätze für die Schweizer Auswahl bestreiten zu dürfen?
Der Stolz ist riesig! Es war cool, dass die WM in der Schweiz stattgefunden hat. Dadurch erhielten wir mehr Aufmerksamkeit, als wenn die Titelkämpfe irgendwo im Ausland stattgefunden hätten. Wir hatten jedoch nicht viel Kontakt zu den Familien, die unsere Spiele in Basel besuchten. Sonst hätte die Gefahr bestanden, dass wir den Fokus verlieren. Die Atmosphäre war ganz anders als normalerweise im Club. Die besten Spieler der Schweiz spielten zusammen, das löste noch einen Extraschub Konzentration und Einsatz aus. Alle wollten das Gleiche, nämlich möglichst weit kommen. Trotzdem kann man den Einsatz mit der Nati nicht mit einer Saison im Verein vergleichen.
Wie haben Sie die Weltmeisterschaft erlebt?
Für mich war es neu, vor 3000 Zuschauenden zu spielen. Deshalb war ich nervöser als sonst, wollte aber trotzdem das Bestmögliche aus mir herausholen. Wir rückten am April ein und konnten in den darauf folgenden Tagen auch Basel etwas kennenlernen. Jeder konnte seine freie Zeit nutzen, wie er wollte. Die Einen liessen sich massieren oder besuchten die Physiotherapie, andere besuchten Basler Sehenswürdigkeiten.
Wie sind Sie mit der Leistung Ihres Teams zufrieden?
Es war ein sehr gutes Turnier unsererseits, aber es gibt schon ein paar kleine Sachen, die mich beschäftigen. So haben wir beispielsweise gegen die Finnen nur knapp verloren und hätten die Partie auch gewinnen können. Und im Viertelfinal gegen Kanada erhielten wir im zweiten Drittel fünf Tore, was uns in der Endabrechnung unserer Siegeschancen beraubte.