Drei Bündner für den HCD
Für Tino Kessler bedeutet der Wechsel Heimkehr. Er kam als 14-Jähriger vom HC Prättigau-Herrschaft zum HCD, bei dem er alle Juniorenstufen durchlebte. In der Meistersaison 2014/15 gab der Prättigauer sein Debüt im Fanionteam. Im Herbst 2019 bestritt Kessler leihweise zwölf Partien für den EHC Biel. Auf die folgende Saison wechselte er definitiv ins Seeland. Bei Biel entwickelte sich Kessler zu einem torgefährlichen Flügelstürmer. Als Leistungsträger kommt er auch regelmässig im Powerplay und Boxplay zum Einsatz. Im nächsten Frühling kehrt Kessler nun heim zu seinem Stammklub. Er unterschrieb beim HCD für vier Jahre. In Biel fühle er sich wohl. Familiäre Gründe seien mitentscheidend gewesen für die Rückkehr, sagt Kessler. «Ich freue mich auf das Team und die neue Herausforderung.»
Kesslers Karriereverlauf weckt Erinnerungen an einen anderen Prättigauer: Marc Wieser hatte 2011 von Davos zum EHC Biel gewechselt. Nach drei Saisons im Seeland, in denen er viel Eiszeit und Verantwortung erhielt, kehrte Wieser 2014 als gereifter Leistungsträger zum HCD zurück, für den er seither bekanntlich noch immer stürmt.
Hollenstein wie Aeschlimann?
Der 23-jährige Torhüter Luca Hollenstein hat bereits zwei Schweizer Meistertitel in seinem Trophäenschrank. Als Nummer zwei hinter Leonardo Genoni absolvierte der frühere U-20-WM-Torhüter in Zug bisher 56 National-League-Spiele. Dazu stand er in elf Champions-League- und drei Schweizer-Cup-Partien zwischen den Pfosten. In dieser Saison wurde Hollenstein bisher in acht NL-Partien eingesetzt, in denen er die ausgezeichnete Fangquote von 93,2 Prozent erreichte und durchschnittlich nur 1,8 Tore pro Spiel zuliess. Hollenstein stammt aus Ems und war im Nachwuchs des EHC Chur, ehe er 2016 zu den Junioren des EV Zug wechselte. Nun hat er beim HCD einen Vertrag bis Ende Saison 2025/26 unterschrieben.