Chancenloser Schurter in Paris: Trotz Defekt krönt sich der britische Topfavorit zum Olympiasieger
So lief das Rennen und so performte das Schweizer Duo:
Der Start ist in diesem technisch nicht so anspruchsvollen Mountainbike-Olympiarennen von Paris wichtig. Und dieser gelingt aus Schweizer Sicht. Schnell reihen sich Mathias Flückiger und Nino Schurter vorne ein und belegen früh schon die Ränge 4 und 5. Das Tempo ist von Beginn weg hoch. Alan Hatherly aus Südafrika führt das Rennen an. Zu Beginn nicht ganz vorne dabei: Goldfavorit Pidcock. Kurz darauf zeigt sich ein Bild, das man aus Schweizer Sicht gerne einrahmen würde: Flückiger führt das Rennen vor Schurter an.
Nach Runde 3 übernimmt aber Goldfavorit Pidcock das Tempodiktat. An seinem Hinterrad: Flückiger und Victor Koretzky. Und Schurter? Der Bündner muss ein wenig abreissen lassen. Aber nicht nur er hat Mühe, sondern auch alle anderen Fahrer mit Ausnahme des Franzosen Koretzky können nicht mithalten. Ist in Runde 3 bereits die Vorentscheidung um Gold und Silber gefallen?
Mitnichten. Diese Renngeschichte hat eine weitere Wendung bereit: Am Vorderrad fängt sich Pidcock einen Platten ein. Doch statt diesen sofort in der Technikzone flicken zu können, dauert das viel zu lange und der Brite muss doch einige Sekunden auf seine Mechaniker warten. Er verwirft die Hände und flucht. Ärgerlich für den Topfavoriten und Titelverteidiger.
Nach etwas mehr als der Hälfte zeigt sich ein klareres Rennbild. Während Koretzky alleine in Führung liegt, folgt Hatherly mit 13 Sekunden Rückstand auf Silberkurs. Danach taucht eine Sechsergruppe mit Flückiger und Pidcock auf, der sich nach seinem Platten wieder nach vorne gekämpft hat. Längstens aus dem Kampf um die Medaillen gefallen: Schurter. Der Bündner liegt nur noch auf Platz 9.