Malanser Niederlage zum Qualifikationsabschluss
von Jürg Steger/Alligator Malans
Als 76 Sekunden vor Schluss Dan Hartmann zum 10:9 verkürzen konnte, schienen in der letzten Runde der Qualifikation in Uster doch noch Punkte möglich zu sein. Bis in die 58. Minute schien es zuvor so, als sei an diesem Sonntagabend nichts zu holen. Eine Mischung aus aus Unkonzentriertheiten, einem starken Offensivauftritt der Ustermer und auch etwas Pech führten relativ früh für klare Verhältnisse in dieser Partie, welche vor allem für Uster noch von monumentaler Bedeutung war, kämpften die Zürcher doch noch im Fernduell mit Chur und St. Gallen um die letzten beiden Playoff-Plätze. Für Malans ging es theoretisch zwar noch ums Playoff-Heimrecht – welches allerdings nur noch zu erreichen gewesen wäre, wenn weder Winterthur noch Zug einen Punkt geholt hätten, was aber nicht der Fall war.
Uster wacher
Und so hatte man als Zuschauer von Beginn weg etwas den Eindruck, dass Uster diesen Sieg mehr wollte. Zur ersten Pause führte das Heimteam bereits mit 4:1, zur zweiten Pause mit 8:4. Uster wirkte wacher, konzentrierter und weniger fehleranfällig als die Malanser. Dazu kam, dass phasenweise tatsächlich auch der Ball etwas für die Ustermer lief. Bestes Beispiel das 3:0: Uster erobert nach gutem Forechecking den Ball. Der Ball geht im Slot an die Schaufel von Malans-Captain Florian Tromm und landet schliesslich unglücklich genau bei Martin Prazan, der keine Mühe hatte, den Ball hinter Malans-Hüter Sandro Breu unterzubringen. Ein weiteres Beispiel dann kurz vor der Pause: Florian Bolliger mit einem hohen Auslösungsball, dieser landet auf der Brust Daniels Janis Anis und von dort im Malanser Tor. Trotz der teils unglücklichen Gegentore konnte sich Alligator aber weder nach einem noch nach zwei Dritteln über den Spielstand beklagen. Von den Herrschäftlern kam offensiv lange Zeit trotz viel Ballbesitz zu wenig und defensiv zeigte man sich deutlich zu fehleranfällig.