Lindgren spielt ab sofort nicht mehr für den HCD
Eigentlich läuft sein Vertrag noch bis im Sommer. Doch nun ist früher Schluss. Perttu Lindgren kommt ab sofort nicht mehr für die erste Mannschaft des HC Davos zum Einsatz. Darauf haben sich Klub und Spieler geeinigt. Der Grund: Lindgrens Auftritte in seinen 21 Einsätzen in dieser Saison. Der 33-jährige Finne ist seit dem Beginn im Herbst ein Schatten seiner selbst, ein Fremdkörper in der Mannschaft. Oft wirkt er gehemmt. Auch die verschiedenen Massnahmen der sportlichen Führung griffen nicht. Lindgren spielte immer wieder mit anderen Sturmpartnern, lief phasenweise auch als Flügel und nicht in seiner gewohnten Position als Center auf. Und er erhielt im Schnitt über 18 Minuten Eiszeit – die Nummer 3 bei den HCD-Stürmern hinter Andres Ambühl und Fabrice Herzog. Das Resultat war meist ernüchternd.
«Er ist nicht mehr der Lindgren der letzten Saison», sagt Sportchef Raeto Raffainer. «In dieser Verfassung kann er uns nicht weiterhelfen.» Zudem fehle das Vertrauen und der Glaube für eine weitere Zusammenarbeit. Auch Lindgren äusserte den Wunsch nach einer Neuausrichtung.
Am Dienstag, beim Auswärtssieg in Zug, fehlte der Finne im Aufgebot des HCD. Offiziell wurde er krank gemeldet. Fakt ist aber: Bereits am Montag fiel der Entscheid, dass Lindgren per sofort nicht mehr für die Bündner auflaufen würde. Das Team wurde am Dienstag informiert. Lindgren wird ab sofort nicht mehr mit der ersten Mannschaft trainieren, sich aber vorläufig beim HCD fit halten können.
Raffainer sucht zusammen mit Lindgrens Agenten nach einer Lösung für die sportliche Zukunft. Ein Klub aus der deutschen DEL soll bereits sein Interesse angekündigt haben. Gleichzeitig schaut sich Raffainer nach einem Ersatz für Lindgren um. Es ist kein Geheimnis, dass der Offensivmann beim HCD einer der bestbezahlten Spieler ist und durch seinen Abgang neue, gerade in der aktuellen Situation dringend benötigte finanzielle Mittel frei würden.