Krisensitzung der Eishockeypräsidenten
An einer gemeinsamen Sitzung haben sich die Präsidenten der Klubs der höchsten Liga mit der Covid-19-Krise auseinandergesetzt, wie sie in einer Medienmitteilung schreiben. Die Ertragsausfälle aufgrund der fehlenden Zuschauereinahmen würden alle zwölf Klubs existenziell treffen. Konkurse hätten bisher nur durch Lohnreduktionen, Verzicht auf Teilrückerstattung der Tickets und grosse Solidarität der Sponsoren sowie die Aussicht auf A-fonds-perdu-Entschädigungen des Bundes verhindert werden können.
Doch genau an diesen Beiträgen des Bundes, für viele Klubs der Rettungsanker, stören sich nun die Klubs. «Allerdings hat der Bund die Auszahlung der dringend nötigen A-fonds-perdu-Beiträge an so hohe Anforderungen geknüpft, dass wohl kein einziger Klub diese vollumfänglich erfüllen kann», heisst es im Schreiben der Klubpräsidenten. Vergleichbare Hürden gebe es in keiner anderen Branche und die Hürden müssten im Sinne der Fairness und Gleichbehandlung reduziert werden, so die Vorderung der Eishockeypräsidenten. Sie hoffen darauf, dass der Bundesrat und die Räte rasch auf die von der Liga unterbreiteten Lösungsansätze eintreten. Wie diese Lösungsansätze genau aussehen, wird in der Mitteilung nicht genauer erläutert.
Der Blick in die Gesetzesbücher zeigt, woran sich die Klubs stören. Im verabschiedeten Covid-19-Gesetz vom 25. September 2020 (Artikel 12b, Absatz 6, Buchstabe b) und der Covid-19-Verordnung Mannschaftssport vom 18. Dezember 2020 sind die Bedingungen festgehalten.
Hier die wichtigsten kurz umschrieben:
- Löhne ab 148‘200 Franken müssen gesenkt werden. Entweder auf diesen Betrag oder um mindestens 20 Prozent. Ein Jahreslohn von 600‘000 Franken würde also auf 480‘000 gesenkt.
- Das Durchschnittseinkommen darf während fünf Jahren nach Erhalt der Beiträge höchstens im Umfang der Erhöhung des Landesindexes der Konsumentenpreise steigen.