Mit Schlittschuh-Kufen geboren
Donnerstagabend letzter Woche: Julian Parrée wird gegen 22 Uhr nach dem mit 3:2 gewonnenen Meisterschaftsspiel des HCD gegen Genf-Servette erstmals in seiner noch jungen Karriere als «Best Player» ausgezeichnet. Die HCD-Fans skandieren in der Westkurve der «zondacrypto-Arena» seinen Namen. Parrée verdiente sich diese Ehre mit einem herrlichen Tor zum 2:1 sowie seiner in jedem Match grossen Laufbereitschaft und seinem Kampfgeist. Er schoss den Puck aus einigen Metern präzis unter die Latte, nachdem Andres Ambühl das Bully gewonnen und auch Yannick Frehner noch kurz an der Scheibe war. «Das war super cool und ein super Gefühl», sagt Parrée zur Auszeichnung, nachdem er sich von den Fans hatte feiern lassen. «Davon träumt man eigentlich als kleiner Bub immer, ganz besonders, wenn man in Davos aufgewachsen ist.»
Zwei Tage zuvor hatte Parrée seinen ersten Treffer überhaupt in der National League erzielt, als er einen Weitschuss von Davyd Barandun ins Klotener Tor ablenkte – in seinem 60. Spiel in der obersten Schweizer Spielklasse. «Ich hatte zuvor schon mehrmals eine Chance für einen Treffer. Jetzt ist der Puck endlich reingefallen», bemerkt der 1,80 Meter grosse und 82 Kilogramm schwere Flügelstürmer. Unter Druck habe er sich wegen der fehlenden persönlichen Treffer nie wirklich gefühlt. «Ich nehme Tag für Tag, bin immer noch recht jung und in der Entwicklung. Meine Hauptaufgabe ist in dieser Saison nicht, gross Tore zu schiessen. Ich will individuell besser werden und bereit sein, wenn ich von den Coaches Einsätze erhalte.»
«Ambühl hat gute Tipps und Tricks»
Parrée feierte am 21. Januar seinen 22. Geburtstag. Er ist nach dem 20-jährigen Rico Gredig der zweitjüngste Spieler, der beim HCD ziemlich regelmässig zum Einsatz kommt. Meist spielt Parrée an der Seite des 41-jährigen Andres Ambühl. Als der Teamsenior und Captain im Februar 2001 sein Meisterschaftsdebüt beim HCD gab, war Parrée noch nicht einmal auf der Welt. Gemeinsam mit Ambühl zu spielen, sei super cool, sagt Parrée. «Er bringt sehr viel Erfahrung und ein enormes Wissen im Eishockey mit. Von ihm kann ich sehr viel lernen. Als junger Bub schaute ich immer die HCD-Spiele, und Ambühl war stets mit von der Partie. Er ist ein riesiges Vorbild für mich. Wir sprechen praktisch nach jedem Einsatz miteinander, und in der Pause natürlich auch. Er hat immer wieder gute Tipps und Tricks.»