Nordstörm, der ungekrönte HCD-Held
«Sch …» ist das erste Wort von Joakim Nordstörm, als er am Sonntag um 22.20 Uhr aus der HCD-Kabine zum Interview erscheint. «Diese Partie gegen Lausanne hätten wir niemals verlieren dürfen. Wir wurden für unsere Inkonstanz bestraft. In manchen Phasen der Partie spielten wir sehr gut. Doch dann gab es ein paar, in denen wir von unserem Spielplan abkamen und bei uns nichts zusammenpasste. Da begingen wir zu viele Fehler», stellt der bald 32-jährige Schwede fest. In der Tat. Vor allem zu Beginn des ersten und zweiten Drittels bekundeten die Davoser enorme Mühe, ins Spiel zu kommen. Das rächte sich im Mittelabschnitt, als die Lausanner in der 24. Minute in Führung gingen, noch ehe die Bündner auch nur einmal gefährlich vor dem Gästetor aufgekreuzt waren.
Unglückliche Ablenker ins eigene Tor
29:21 zugunsten der Davoser lautete schliesslich das Schussverhältnis in der insgesamt überlegen geführten Partie. Sie sündigten aber im Abschluss zu oft. Als Einziger traf Nordström. Er bugsierte den Puck über die Torlinie, nachdem Andres Ambühl einen Schuss von Dominik Egli an den Pfosten gelenkt hatte (46.). Bitter war, dass beide Lausanner Treffer Davoser Eigentore waren. Beim 0:1 prallte der Puck nach einem Schuss von Lawrence Pilut vom Körper von Michael Fora an den Fuss von Dennis Rasmussen und von dort ins Tor. Und beim 1:2 lenkte Dominik Egli einen Shlapshot von Lukas Frick entscheidend ab. «Das waren unglückliche Ablenker, einfach Pech», stellt Nordström fest.
«So ist Eishockey»
Allzu sehr möchte er mit dem Schicksal nicht hadern. «So ist Eishockey», bemerkt der Schwede. «Am Freitag sprang der Puck beim 6:1-Sieg gegen Servette für uns, nun gegen Lausanne für den Gegner», bemerkt Nordström. Er erwähnt als Beispiel sein Tor zum 1:1 in Genf, als er einen Weitschuss seines Landsmanns Klas Dahlbeck ohne viel eigenes Dazutun mit dem Oberkörper entscheidend ablenkte. «Gegen Servette hatten wir generell einen wirklich starken Auftritt», meint Nordström rückblickend. «Wir waren sehr effizient (sechs Treffer aus 22 Schüssen aufs Tor, die Red.). Und ‹Aeschli› trumpfte extrem auf. Die Genfer hatten durchaus auch gute Torchancen. Aber unser Goalie vernichtete diese mit ‹Big Saves›.» Der HCD führte die Vorentscheidung mit drei Treffern von Yannick Frehner, Andres Ambühl und Rico Gredig im Mitteldrittel herbei. Und 23 Sekunden nach der zweiten Pause knickte Nordström mit seinem zweiten Tor an diesem Abend die Genfer Hoffnungen definitiv.