Marathonmann schiesst HCD ins Glück
DZ: Dominik Egli, Ihr Siegtreffer nach 80 Minuten und 29 Sekunden Spielzeit muss ein besonderer Glücksmoment sein …
Dominik Egli: Ja natürlich. Das Spiel dauerte so lange. Und es war sehr umkämpft. Es ist gut, dass wir diesen ersten Sieg einfahren konnten.
Hofft man, dass das Spiel bald fertig ist, wenn man in die zweite Verlängerung geht?
Beide Teams hatten bereits in den ersten 80 Spielminuten mehrere ausgezeichnete Torchancen. Und beide Torhüter spielten super. Logischerweise will jedes Team gewinnen. Da gibt jeder alles, damit du die Partie auf deine Seite drehen kannst.
Die zweite Verlängerung dauerte gerade noch 29 Sekunden, bis Sie den HCD zum Sieg schossen. Schildern Sie uns doch diese Tat!
Ich wollte nach dem Zuspiel von Enzo Corvi eigentlich einen Pass an den weiten Pfosten spielen. Dabei wurde der Puck jedoch abgeblockt. Er kam sofort zurück auf meinen Stock. Da sah ich das leere Tor und traf.
Im ersten Drittel kam Lausanne in hoher Intensität wie die Feuerwehr, drückte den HCD hinten hinein und schoss aus allen Lagen aufs Tor. Danach gelang es ihrem Team sehr gut, das Spiel offen zu gestalten. Was geschah in der ersten Pause?
Wir wurden von ihrem Startfurioso nicht überrascht. Die Lausanner spielten zu Hause und hatten ihre lautstarken Fans im Rücken. Da war es logisch, dass sie am Anfang puschen würden. Wir versuchten, dagegen zu halten und selber Akzente zu setzen. Über das ganze Spiel betrachtet, hatten beide Mannschaften sehr viele Torchancen. Es ging hin und her. Letztendlich stand das Glück auf unserer Seite.
Die 9477 Zuschauer sahen eine hart umkämpfte, packende Partie. Wie erlebten Sie das Spiel auf dem Eis?
Wir hatten vor Beginn dieser Playoff-Partie enge Spiele erwartet. Beide Teams werden alles geben, um diese Serie erfolgreich zu überstehen. Die Lausanner traten sehr physisch auf. Sie versuchten damit, unter unsere Haut zu kommen. Wir liessen uns aber nicht beeindrucken und setzten diesbezüglich auch Zeichen. Es war wichtig, dass wir den Lausannern gleich im ersten Anlauf mit dem Sieg den Heimvorteil entreissen konnten.