«Ich würde gerne mehr Geld in Spieler investieren – wenn es denn da wäre»
Noch je drei Partien haben die zwölf Teams der höchsten Schweizer Eishockey-Liga in der 50 Runden umfassenden Qualifikationsphase zu bestreiten. Die SC Rapperswil-Jona Lakers, Tabellenletzte, empfangen heute (Freitag, 1. März, 19.45 Uhr) die SCL Tigers (Rang 5), sind am Samstag (2. März) bei den ZSC Lions (8.) und schliesslich am Montag (4. März) bei Ambri-Piotta (6.) zu Gast.
Während diese Spiele für ihre drei Gegner von enormer Bedeutung sind, da diese noch mitten im Kampf um die Play-off-Tickets stecken, geht es für die Lakers sportlich um praktisch nichts mehr. Längst ist klar, dass sie den Play-out-Final werden bestreiten müssen. Und dass sie dort auf den HC Davos treffen, und zwar ohne Heimrecht, so gut wie. Die Abstände sind so gross, dass sich die Rangfolge auch in den folgenden sechs Partien der Platzierungsrunde nicht mehr ändern werden.
Es ist eine Situation, die niemandem im Umfeld der Lakers gefällt. Auch nicht Markus Bütler, der im Zuge der Neuorganisation nach dem Abstieg im Frühjahr 2015 Geschäftsführer jenes Klubs wurde, für den er zwischen 1998 und 2010 570 Partien auf höchster Stufe absolviert hatte. Denn dass die Rosenstädter in der Saison eins nach ihrem Wiederaufstieg ins Oberhaus in der Tabelle schon sehr früh weit abgeschlagen waren, hatte auf der Einnahmenseite negative Auswirkungen, wie der 46-jährige Familienvater gesteht.
Heute (Freitag, 1. März 2019) tragen die Lakers ihr letztes Heimspiel der Qualifikation aus. Was wünschen Sie sich für diese Partie gegen die SCL Tigers?
MARKUS BÜTLER: Einen Sieg. Einerseits für das Publikum, um die Fans zu begeistern. Andererseits für die Mannschaft. Diese Partie wie auch die weiteren zwei der Qualifikation und dann jene der Platzierungsrunde sind für uns eine Vorbereitung auf die wichtigste Saisonphase. Es geht vor allem darum, sich ein gutes Gefühl zu erarbeiten. Jedes Erfolgserlebnis ist da hilfreich. Wichtig ist aber auch, dass die Mannschaft das umsetzt, was der Trainer verlangt, an Sicherheit und Vertrauen gewinnt.
Bisher sind im Schnitt 3996 Zuschauer zu den Heimspielen der Lakers gekommen. Wie zufrieden sind Sie mit diesem Wert, dem niedrigsten der National League? Eines vorweg: Diese Zahlen sind immer etwas mit Vorsicht zu geniessen, denn nicht überall werden sie gleich erhoben. Aber ja, wir sind auch in dieser Statistik Letzter. Und ja, ich hätte mir mehr Zuschauer erhofft und auch mehr erwartet nach den Erfolgen der vergangenen Saison mit dem Aufstieg als Krönung. Das Problem war, dass wir sehr früh weit abgeschlagen waren. Wären wir länger an den Play-off-Plätzen dran gewesen, hätte es anders ausgesehen – umso mehr, wenn man schaut, wie spannend der Strichkampf im Moment ist.