Der Drecksarbeiter auf dem Eis
Beim letztendlich noch hart umkämpften 4:3-Heimsieg gegen Ajoie führte der HCD am Samstag nach 19 Minuten scheinbar locker mit 3:0. Alle drei Tore gingen auf das Konto des Blocks von Valentin Nussbaumer. Der Mittelstürmer legte zum 1:0 für Verteidiger Sven Jung auf. Die beiden nächsten Treffer erzielte Adam Tambellini. Beim 3:0 lässt sich Verteidiger Calle Andersson einen Assistpunkt gutschreiben. Nur einer aus dem erfolgreichen Block fehlte auf der Skorerliste: Yannick Frehner. Die wertvolle Rolle des Flügelstürmers zahlt sich oft nicht in Skorerpunkten aus; man sieht sie auf dem Statistikblatt nicht. Das stört ihn nicht. «Ich versuche, den Puck zu erobern oder zurück zu erkämpfen und vor dem gegnerischen Tor mit meiner hartnäckigen Präsenz Raum für meine Mitspieler zu verschaffen, also die Drecksarbeit zu machen. Mit meiner kämpferischen Art will ich Energie ins Spiel bringen; das funktioniert gut», beschreibt Frehner seine Rolle.
Aufstieg in die Ausländerlinie
Das weiss der Davoser Trainerstab um Headcoach Josh Holden zu schätzen. Jahrelang stürmte Frehner meist in der vierten HCD-Reihe. Er fiel als unermüdlicher Kämpfer auf, der sich auch unerschrocken in jeden gegnerischen Schuss wirft. Seit dieser Saison darf Frehner seine Qualitäten in der offensiver ausgerichteten Ausländerlinie neben Tambellini und Simon Ryfors zur Geltung bringen. Tambellini und Ryfors spielten schon letzte Saison bei Rögle in Schweden zusammen. Sie verstehen sich blind. Frehner bildet die ideale Ergänzung. Weil Ryfors seit letztem Dienstag mit einer Knieverletzung wohl bis Weihnachten ausfällt, führt zurzeit Nussbaumer die Sturmlinie als Center an. Nach einer kurzen Angewöhnungszeit beim 6:3-Sieg am letzten Freitag in Bern harmoniert das Trio auch in dieser Besetzung bereits sehr gut, wie es gegen Ajoie bewies.