HCD reist für 6 Spiele 4520 Kilometer
Die weiteste Reise in diesen Tagen führte den HCD Anfang Woche im Rahmen der Champions Hockey League (CHL) nach Trinec in den äussersten Nordosten Tschechiens zum dortigen Landesmeister. Die Industriestadt mit ihren gut 35 000 Einwohnern grenzt unmittelbar an Polen, und auch die Slowakei ist nicht weit entfernt. Die Expedition begann am Montag um 3 Uhr in der Früh in Davos mit der Fahrt im Mannschaftsbus nach Zürich-Kloten. Von dort ging es im Flugzeug weiter nach Krakau in Polen, worauf eine zweistündige Carfahrt bis zum Zielort folgte. Am Mittwoch ging es auf dem umgekehrten Weg zurück nach Hause. Das Trinec-Abenteuer führte den HCD über total 770 Car- und 1780 Flugkilometer.
Späte Niederlage in Trinec
Dazwischen standen sich am frühen Dienstagabend um 17.30 Uhr in der «Werk Arena» Ocelari Trinec und der HCD im letzten von sechs CHL-Gruppenspielen gegenüber. «Ausser Spesen nichts gewesen», lautete gut zwei Stunden später die sportliche Bilanz aus Davoser Sicht. Die Bündner verloren mit 3:4. Raphael Prassl (16.), Enzo Corvi (21.) und Simon Knak (38.) sorgten bis zur zweiten Pause für ein 3:3. Im dritten Drittel waren die Bündner spielbestimmend. Zwei Minuten vor der Sirene sorgte Daniel Vozenilek jedoch für den Heimsieg. Der Schaden hielt sich für die Gäste in Grenzen. Als Achtelfinalist stand der HCD bereits vor dem Anpfiff fest. Im Kampf um den Gruppensieg wurde er jedoch wegen der Niederlage von den Schweden aus Skelleftea abgefangen, die gleichzeitig Belfast mit 4:1 besiegten. Wohin die Reise des HCD Mitte November in den CHL-Achtelfinals führt, wurde am Donnerstagnachmittag nach Redaktionsschluss dieser DZ-Ausgabe ausgelost.
Playoff-Revanche in «Rappi»
Fix ist, das Davos am Freitagabend sein Pensum in der nationalen Meisterschaft mit der wesentlich kürzeren Reise zum Gastspiel bei den Rapperswil-Jona Lakers fortsetzt (hin und zurück 240 Kilometer). Die Partie am Ufer des oberen Zürichsees beinhaltet Brisanz. Denn im letzten Frühling bootete der HCD im Playoff-Viertelfinal die St. Galler nach einem 0:3-Rückstand in der Serie aus einer fast aussichtslosen Situation mit vier Siegen in Folge auf sensationelle Art noch aus. Für eine umkämpfte Partie spricht auch, dass die Lakers in der National-League-Tabelle zurzeit als Dritte unmittelbar vor den Bündnern klassiert sind.