Nussbaumer schwebt auf Wolke sieben
«Auf Wolke sieben schweben» lautet eine Redewendung. Sie steht gemäss Definition «für eine ausserordentliche Hochstimmung, zum Beispiel das Gefühl von purer Freude oder Verliebtheit». Auf Valentin Nussbaumer trifft sie gegenwärtig gleich in mehrfacher Beziehung zu. Ein Tag der Freude war für den gebürtigen Jurassier der 25. September. Am letzten Sonntag feierte er seinen 22. Geburtstag.
Richtig verliebt scheint Nussbaumer in den HC Davos. Am 11. Januar 2021 wechselte der talentierte Stürmer, der im NHL-Draft 2019 – als einziger Schweizer – von den Arizona Coyotes gezogen worden war, im Tausch mit Luca Hischier vom EHC Biel zum HCD. Nun hat Nussbaumer seinen Ende Saison auslaufenden Vertrag bereits frühzeitig um vier Jahre bis im Frühling 2027 verlängert, obwohl ihn die halbe National League mit lukrativen Angeboten lockte. «Seit dem ersten Tag fühle ich mich beim HCD und in Davos wie in einer Familie aufgehoben. Deshalb zögerte ich gar nicht erst, meinen Vertrag gleich so lange zu verlängern», sagt Nussbaumer. «Der Club, meine Teamgefährten, der Coachingstaff, die Fans und der Ort – hier habe ich alles, was ich mir wünsche. Für mich ist klar, dass ich den nächsten Schritt in meiner Eishockey-Entwicklung in Davos vollziehen möchte.» Langfristig bleibt die NHL das Ziel des 22-jährigen Stürmers. «Aber jetzt fokussiere ich mich auf den HCD», betont er. «In den kommenden vier Jahren will ich beim HCD sehr viel arbeiten und mich in allen Belangen verbessern. Dann kommt vielleicht eine Tages meine Chance für die NHL.»
Viel Potenzial
HCD-GM Jan Alston streicht das Potenzial von Nussbaumer heraus. «Valentin gehört zu jenen Spielern, die heute schon viel Impact in der Mannschaft haben. Mit seiner leistungsorientierten und fordernden Art verlangt er immer sehr viel von sich selbst und trägt so zu einer gesunden Konkurrenzsituation innerhalb der Mannschaft bei. Zudem ist seine Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Seine persönlichen Ziele sind hoch, sowohl beim HCD als auch was beispielsweise die Nationalmannschaft betrifft.» Weiter bemerkt Alston: «In Zukunft soll Valentin ein Leader mit viel Verantwortung beim HCD werden. Wir wollen ihm auf diesem Weg die nötige Zeit und die sportlichen Möglichkeiten bieten.»