Professionalität, die rundherum begeistert
Jessica Streicher beispielsweise ist aus dem Kanton Thurgau nach Davos gezogen und spielte wie diverse andere für die Thurgau Indian Ladies. Es sei schon nicht ganz einfach und eine grosse Umstellung gewesen, aus der Familie heraus und in die Landschaft Davos umzuziehen, erklärt die 19-Jährige auf Anfrage. Mittlerweile hat sie sich aber im neuen Umfeld gut eingelebt und lebt in Davos in einer Wohngemeinschaft. Sie bezeichnet die Trainingsmöglichkeiten, die sich ihr in Davos bieten, als «riesigen Sprung». Das Umfeld sei wesentlich professioneller als zuvor im Thurgau, und das Gesamtpaket stimme. «Wenn sich eine solche Chance bietet und man im Hockeysport weiterkommen möchte, muss man einfach zugreifen.»
Die viel besseren Bedingungen würden die Tatsache, dass sie weg von zu Hause sei, mehr als aufwiegen, erklärt die Torhüterin. «Das Team unterstützt mich, und ich fühle mich schon richtig heimisch.» Auf die Frage, was denn genau besser sei, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: «Wir haben hier viel die besseren Trainingszeiten und können öfter trainieren. So können wir als Team öfter zusammen sein und viel profitieren.» Ihr Ziel sei ganz klar, nicht nur für ein Jahr Teil der Equipe zu sein. Zudem wolle man in der Meisterschaft vorne mitspielen.
Drei Davoserinnen im Team
Im Kader der HCD Ladies figurieren auch drei Einheimische. Während Stürmerin Leoni Balzer im letzten Jahr bereits dabei war, sind Verteidigerin Julina Gianola und Allrounderin Noor Salzgeber wieder voll eingestiegen, nachdem sie eigentlich mit dem Hockeysport aufhören wollten. Dass sie nun weitermache, habe zu hundert Prozent mit dem Projekt «HCD Ladies» zu tun – vor allem auch, weil die langen Reisen selbst zu Trainings und Heimspielen in den Thurgau wegfielen, erklärt Salzgeber. Dass Trainings und Spiele nun in der Davoser Eis- sowie in der Trainingshalle stattfänden, mache vieles einfacher. «Das Training ist viel besser aufgebaut und wesentlich professioneller. Zudem stehen die HCD-Physios auch ihnen zur Verfügung, und überhaupt können wir in jeder Hinsicht auf wesentlich mehr Ressourcen zurückgreifen», stellt die Maturandin des Sportgymnasiums Davos fest. So könnten die Spielerinnen beispielsweise auch individuell an ihren Schwächen arbeiten und dadurch profitieren. Salzgeber rechnet sich gute Chancen aus, dass die Equipe stärker sein wird als in der vergangenen Saison. «Wir dürfen aber den Meisterschaftsstart nicht verschlafen.»