«Schönes Gefühl, in den Playoffs zu sein»
64 Sekunden vor Spielende traf Joakim Nordström zum 4:2 ins leere Tor der ZSC Lions. Der Schwede besiegelte mit diesem Treffer den HCD-Sieg. Weil gleichzeitig Lugano in Biel mit 1:6 verlor, sicherte sich Davos definitiv mindestens Platz sechs in der Tabelle und damit die Playoff-Teilnahme. «Es ist ein schönes Gefühl, definitiv in den Playoffs zu sein», meint später Sven Jung, um sogleich nachzulegen: «Es ist aber noch nicht fertig». Der robuste Verteidiger, der seit der Saison 2014/15 beim HCD spielt, denkt bereits an den nächsten Match. Am Montagabend spielten die Davoser nach Drucklegung der DZ-Ausgabe auswärts gegen Ajoie.
Bei einem Sieg und gleichzeitiger Niederlage von Bern in Freiburg winkte ihnen der Vorstoss auf Platz fünf. Jung dachte aber mit seinem «noch nicht fertig» bereits auch an die Playoff-Viertelfinals. Dort trifft der HCD je nach Ausgang der letzten Runde in der Regular Season auf Lausanne oder Zug.
Als die Zahnrädchen richtig griffen
Ende Januar hatte es für den HCD im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation nach drei Niederlagen in Folge noch schlecht ausgesehen. Seither setzten die Davoser jedoch zu einer beeindruckenden Erfolgsserie an. Von den letzten zehn Meisterschaftsspielen gewannen sie acht. Anfang Saison waren die Bündner etwas harzig in die Gänge gekommen. Da verloren sie etwa gegen die beiden Tabellenletzten Ajoie und Kloten gleich zweimal. Jung liefert eine einleuchtende Erklärung. «Wir bekamen mit Josh Holden einen neuen Headcoach und ein neues Spielsystem. Bis so was sitzt, braucht es Zeit. Das kommt nicht von einem Monat zum anderen. Wir verloren von Saisonbeginn an nie hoch. Es waren immer enge Spiele. In diesen liessen wir aber oft Punkte liegen. Eine Woche vor dem Spengler Cup griffen bei uns die einzelnen Zahnrädchen dann richtig ineinander. Dann gewannen wir den Spengler Cup und seither zogen wir unser Ding durch.»