Mit sieben Neuen zu logischen Zielen
Der Kanadier Adam Tambellini und der Schwede Simon Ryfors kamen aus Schweden zum HCD. Die Beiden verstehen sich bereits. Sie stürmten letzte Saison für Rögle in der gleichen Linie und trugen ihren Teil zum Vorstoss des Klubs bis in den Playoff-Final bei. Verteidiger Julius Honka kennt das Schweizer Eishockey schon. Der Finne spielte letzte Saison für den SC Bern. Zwischendurch gewann er als Leihspieler mit Genf-Servette die Champions League. Und am Spengler Cup trug er die Farben des HC Ambri-Piotta. Die bisherigen HCD-Ausländer Klas Dahlbeck, Joakim Nordström und Goalgetter Matej Stransky – im Frühling Weltmeister mit Tschechien – mitgerechnet, verpflichtete Davos Anfang September mit dem Tschechen Filip Zadina einen weiteren «Söldner». Die Suche wurde zuletzt prioritär behandelt, da Nordström noch immer unter den Folgen einer Hirnerschütterung aus dem letzten Playoff-Viertelfinal leidet.
Viel hängt wieder von Sandro Aeschlimann ab
Trotz aller Transfers wird mit Blick auf die anzustrebende direkte Playoff-Qualifikation – mindestens Platz 6 am Ende der Regular Season – erneut sehr viel von der Davoser Defensive und Torhüter Sandro Aeschlimann abhängen. Er trumpfte in der letzten Spielzeit mit einer durchschnittlichen Abwehrquote von 93 Prozent aller Schüsse konstant gross auf. Als zweiter Torhüter spielt neu der bisherige Zuger Luca Hollenstein für den HCD.
Füllen muss Davos die Lücke, die Dominik Egli in der Verteidigung durch seinen Wechsel nach Schweden zu Frölunda Göteborg hinterlassen hat. Er buchte in der letzten Qualifikation 35 Skorerpunkte, am drittmeisten des ganzen Teams, und wurde auch in der Defensive immer wertvoller. Dass Egli nicht durch einen anderen Schweizer Spieler eins zu eins ersetzt werden kann, war klar. HCD-Sportchef Jan Alston sagt dazu: «Wir haben Nico Gross vom EV Zug und Julius Honka geholt, zwei verschiedene Spielertypen, die beide sehr gute Verteidiger sind.» Sie sollen helfen, Eglis Abgang zu kompensieren, wie dies auch der Rest der HCD-Verteidigung im Kollektiv machen muss. Mit den beiden WM-Silbermedaillengewinnern Sven Jung und Michael Fora sowie dem Schweden Klas Dahlbeck kann die Abwehr weiter auf bewährte Eckpfeiler zählen.