Der ruhige Hüne im HCD-Tor
Um zu Spielpraxis im Erwachsenen-Hockey zu kommen, wird er zunächst an den Swiss-Ligisten EHC Olten ausgeliehen, wo er den nächsten Karriereschritt machen soll.
Er sei schon sehr stolz darauf, beim HCD als dritter Torhüter der ersten Mannschaft seinen ersten Profi-Vertrag unterschrieben zu haben, erzählt Solèr auf Anfrage. Dies obwohl er die Tragweite seines Entschlusses zunächst nicht sah und dem grossen Schritt in den Profisport keine besondere Bedeutung zugemessen hatte. Dies hat sich mittlerweile geändert: «Ich habe nun alles realisiert und bin sehr stolz auf das Erreichte.»
Solèr – der mit 192 Zentimetern Grösse und einem Gewicht von 86 Kilogramm ideale Masse für einen modernen Torhüter mitbringt – interessierte sich schon in jungen Jahren für den Posten im Hockey-Tor. Sein Vater war und ist leidenschaftlicher HCD-Fan. Klein-Laurin durfte an Spiele mit und begeisterte sich vor allem für die Goalie-Ausrüstungen, die seiner Meinung nach cool aussahen. So besuchte der heute 18-Jährige die Hockeyschule in Rapperswil – zunächst jedoch als Feldspieler. «Dann erhielt ich aber die Chance auf einen Goalie-Einsatz, und danach bin ich im Tor geblieben.»
Ruhig mit guter Übersicht
Solèr bezeichnet sich selber als sehr ruhigen Torhüter, der Ruhe in ein Spiel reinbringen könne. «Zudem kann ich das Spiel gut lesen.» Schule – der Teenager schliesst im Sommer das Sportgymnasium Davos mit der Matura ab – und Trainings nehmen den Löwenanteil in Solèrs Tagesplanung ein. Regelmässig trainiert er mit der U20 Elit des HCD sowie ein- bis zweimal die Woche mit der ersten Mannschaft. Dazu kommen noch spezifische Goalie-Trainings. Da kommt entgegen, dass die Schülerinnen und Schüler des Sportgymnasiums jeweils nur am Montag ganztags Schule haben, ansonsten die Schulbank nur am Morgen zu drücken haben. «Dadurch habe ich meist bis 18 Uhr alles fertig und kann dann in Ruhe beispielsweise noch die Hausaufgaben machen.»