Glanzloser HCD lässt zahmen Lakers wieder das Nachsehen
Wer im ersten Spiel nach dem verlorenen Cupfinal gegen Ajoie eine energische Reaktion des HC Davos erwartet hatte, wurde am Sonntag enttäuscht. Nicht energisch waren auch die HCD-Fans in der Stehplatzkurve, zumindest in den ersten zehn Spielminuten. Solange unterliessen sie das Anfeuern ihres Teams, dies als Protest gegen die ID-Kontrolle, die am Sonntag beim Zutritt zum Gäste-Stehplatzsektor durchgeführt wurde. Von den mitgereisten Lakers-Fans verzichteten einige auf den Eintritt und richteten sich vor dem Stadion ein. Und jene, die hineingingen, blieben während des gesamten Spiels still.
Auch wenn sie voll bei der Sache gewesen wären, wären die Anhänger der Gäste nicht in Euphorie verfallen. Denn sie bekamen von ihrem Team einen einmal mehr in der laufenden Saison blassen Auftritt auf fremdem Eis zu sehen. Dies änderte sich erst kurz vor Ablauf der 50. Spielminute, als Kevin Clark mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 eine spannende Schlussphase einläutete.
Ambühls Serie geht weiter
Für den HCD wäre eine solche vermeidbar gewesen. Er hatte in den ersten zwei Dritteln leichtes Spiel, begünstigt auch durch die einseitige Strafenverteilung. Ehe in der 39. Minute erstmals ein Davoser sanktioniert wurde, hatten die Lakers schon fünf kleine Strafen gefasst. Zwei davon waren parallel verlaufen, was Andres Ambühl in der 27. Minute zur schön herauskombinierten 2:0-Führung genützt hatte. Der Captain des HCD traf im sechsten Spiel in Folge. Gepunktet hat der 36-Jährige seit dem 5. Januar sogar in jeder der zehn Davoser Meisterschaftspartien.
«Dieses Tor war bitter für uns, nachdem wir die vorherigen Strafen schadlos überstanden hatten», haderte Lakers-Verteidiger Flurin Randegger nach der Partie. Entstehung und Abschluss zum zweiten Treffer waren seltene Glanzpunkte im Spiel des Gastgebers. Auch der HCD war gestern weit von seiner Bestform entfernt, was sich auf Niveau und Spielfluss auswirkte.