Bittere Pille: Das Ehepaar Caviezel verpasst äusserst knapp die Medaille an der Heim-WM
Mal top, mal flop. Dario Caviezels Weltcupsaison ist ein stetiges Auf und Ab. Wieder gut läufts dem 29-jährigen Alpin-Snowboarder aus Chur beim WM-Saisonhighlight im Engadin. In der Qualifikation des Parallel-Riesenslaloms liefert Caviezel auf der Corviglia in St. Moritz die drittschnellste Zeit ab. Im Achtelfinal lässt er dem Slowenen Zan Kosir keine Chance. Erst im Viertelfinal muss der Churer so richtig zittern. Ein Wimpernschlag von zwei Hundertsteln Vorsprung gegen den Italiener Mirko Felicetti rettet er ins Ziel.
Die Medaille ist zum greifen nahe. Doch im Halbfinal unterläuft ihm gegen den italienischen Routinier Roland Fischnaller früh schon ein zeitraubender Fehler. Für Caviezel ist zu diesem Zeitpunkt klar, dass es «nur» noch um Bronze geht.
Caviezels im Gleichschritt
Während Caviezel sich auf diesen Bronzelauf vorbereitet und mit dem Schneetöff zum Start transportiert wird, kämpft seine Ehefrau Ladina um diese bronzene Auszeichnung. Doch unglücklicherweise reicht es gegen die Polin Aleksandra Krol-Walas nicht. 14 Hundertstel fehlen für Bronze. Sie muss sich mit Platz 4 zufrieden geben. Ein schlechtes Omen für ihren Ehemann?
Leider ja. Der 29-Jährige muss sich dem Qualifikationsschnellsten aus Südkorea – Sangho Lee – geschlagen geben. Caviezel misslingt der Lauf. Früh schon endet dieser für ihn mit einem Fehler. Damit holt das Ehepaar Caviezel im Parallel-Riesenslalom zweimal den undankbaren vierten Platz. Gold holen sich Ester Ledecka und Roland Fischnaller. Silber geht an Tsubaki Miki und Stefan Baumeister. Die Resultate der weiteren Schweizerinnen und Schweizer? Während Jessica Keiser und Gian Casanova bereits in der Qualifikation hängen bleiben, scheidet Mitfavoritin Julie Zogg im Viertel-, und die Davoserin Flurina Bätschi im Achtelfinal aus.