Europäisches Olympisches Jugendfestival: Bündner Teilnehmende sorgen in Georgien für drei weitere Medaillen
von Anita Fuchs
Eine Medaille (Bronze über fünf Kilometer klassisch) hatte die Langläuferin Nina Cantieni (Piz Ot Samedan) am European Youth Olympic Festival in Georgien schon geholt. Am Samstag doppelte sie mit Gold im Sprint nach.
Nach vielen starken Teamergebnissen durften sich sämtliche Schweizer Langläuferinnen Hoffnung machen, im Sprint um die Spitzenplätze mitzufahren. Cantieni mit der Startnummer 1 zählte dabei zum erweiterten Favoritinnen-Kreis. Nicht erwartet werden konnte, wie dominant die junge Engadinerin im Norden Georgiens auftrat. Bereits in der Qualifikation stellte sie die schnellste Zeit auf und auch die Viertel- und Halbfinalläufe gewann sie souverän.
Die restlichen Schweizerinnen schafften den Sprung ins Finale nicht. Lina Bundi (Alpina St. Moritz) und Chiara Fröhlich (Bual Lantsch) mussten im selben Heat antreten und scheiterten beide im Viertelfinale, während Saskia Barbüda (Lischana Scuol) sich im Halbfinale geschlagen geben musste. Cantieni hingegen war nicht mehr zu bremsen und sicherte sich im Finale unter grossem Jubel der restlichen Delegationsmitglieder die Goldmedaille.
Auch bei den Männern war das Ziel klar: sich mit einer schnellen Qualifikationsrunde in eine gute Ausgangslage für die Heats bringen. Dies gelang allen Schweizern. Nach den Viertelfinals blieb jedoch nur Jon Arvid Flury (Davos) im Rennen um die Podestplätze. Sein Halbfinal-Lauf verlief jedoch nicht wie geplant: Im Kampf um die zweite Position stürzte er unglücklich und musste die Konkurrenten davonziehen lassen. Damit reichte es nicht für eine Finalqualifikation. Dennoch zeigte der 16-jährige Bündner einen beherzten Auftritt.
Nach Gold auch noch Bronze
Am European Youth Olympic Festival hatte Freeskier Viktor Maksyagin bereits eine Medaille auf seinem Konto. Im Slopestyle-Finale vom Mittwoch krönte sich das Mitglied des Stützpunkt Davos zum Sieger. Am Samstag zeigte der 17-Jährige, dass auch im Big Air mit ihm zu rechnen ist. Hatte Maksyagin in der Qualifikation noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt, zeigte er im Final – in dem die zwei besten von drei Sprüngen zählten – sein ganzes Können und sprang gleich mit seinen ersten beiden Runs an die Spitze des Zwischenklassements.
Im dritten Durchgang schaltete jedoch auch die Konkurrenz einen Gang hoch, sodass Maksyagin auf den dritten Rang zurückfiel. Der Schweizer Freestyler hatte noch einmal die Chance, mit seinem dritten Sprung nachzuziehen – er verzeichnete aber einen Sturz, weshalb es beim dritten Platz blieb.
Bronze für Langlauf-Staffel
Zudem konnte die Langlauf-Staffel mit drei Bündner Teilnehmenden Edelmetall In Georgien gewinnen. Die Schweizer Staffel lief auf den dritten Schlussrang.