Verrückte Schlussphase und ein Verteidiger, der für den HCD zum Matchwinner wird
Das Spiel
Der Tabellenvierte HCD gegen den Zweiten SC Bern, der vier Punkte mehr auf dem Konto hat: Es ist in an diesem Abend im ausverkauften Stadion in Davos ein Spitzenspiel, bei dem es sofort heiss zu und hergeht. 65 Sekunden sind gespielt, als HCD-Stürmer Yannick Frehner von Tristan Scherwey hart gegen die Bande befördert wird. Sofort wird Scherwey von Klas Dahlbeck gerächt. Mehrere Minuten schauen sich die Schiedsrichter Scherweys Check im Video an und bestrafen den Berner schliesslich mit einer Fünfminutenstrafe ohne Restausschluss. Auch Frehner kann weiterspielen, und Simon Ryfors kommt im Powerplay zweimal zu guten Abschlüssen (4. und 5.). SCB-Goalie Philip Wüthrich ist genauso zur Stelle wie in der 6. Minute gegen Dahlbeck. Davos reüssiert in Überzahl zwar nicht, nimmt den Schwung aber mit. In der 9. Minute lanciert Enzo Corvi aus der eigenen Zone heraus einen Angriff. Er schickt Simon Knak, und der Stürmer bringt die Davoser mit einem perfekten Schuss in den Winkel in Führung. Das erste Drittel bleibt enorm intensiv und schnell. Die Gäste, die sechs ihrer vorangegangenen sieben Spiele gewonnen haben, werden zunehmend besser. Sandro Aeschlimann, der wie schon am Donnerstag beim 4:3 nach Verlängerung in Fribourg das Davoser Tor hütet (der HCD spielt mit der exakt gleichen Aufstellung), entschärft alles, was auf ihn zugeflogen kommt. Heiss wird es nochmals wenige Sekunden vor der Sirene, als SCB-Topskorer Austin Czarnik im Slot schiesst. Der HCD geht aber mit der Führung in die Pause.
Auch im Mitteldrittel schlagen beide Teams ein hohes Tempo an, ohne dabei die Ordnung in ihrem Spiel zu verlieren. Das führt dazu, dass trotz der Intensität vor keinem der beiden Tore wirklich gute Chancen entstehen. Corvi hat kurz vor Spielhälfte eine Möglichkeit, er verpasst aber im Slot. Für die beiden einzigen offiziell gezählten Davoser Torschüsse im Mitteldrittel sorgt dann Matej Stransky. Wüthrich pariert, und auf der anderen Seite lässt sich Aeschlimann weiterhin nicht bezwingen. Bern hat in diesem Abschnitt leicht die Oberhand, der HCD schirmt sein eigenes Tor aber souverän ab.