Spektakel in der MHL: Chur feiert «Stängeli» und öffnet die Tür für den Aufstieg
Jubel kam auf an diesem Donnerstag kurz nach 22 Uhr im Thomas-Domenig-Stadion in Chur. Locker und beschwingt hatte zuvor der heimische EHC im dritten Play-off-Viertelfinalspiel der MHL den SC Langenthal mit 10:0 vom Eis gefegt. Nach dem «Stängeli» fehlt in der Best-of-5-Serie noch ein dritter Sieg für den Halbfinaleinzug. Und dies wäre mangels weiterer ambitionierter Vereine gleichbedeutend mit dem anvisierten Aufstieg in die Swiss League.
Chur glückte eine deutliche Reaktion auf Spiel 2 am Dienstag, als der auf die laufende Spielzeit personell radikal umgebaute freiwillige Absteiger SC Langenthal die Nachlässigkeiten des Qualifikationssiegers zu einem 4:2-Erfolg genutzt hatte. Vor dem dritten Aufeinandertreffen nahm das Churer Trainerduo Jan und Reto von Arx eine Torhüterrochade vor. Der am Dienstag in der Eishalle Schoren unglücklich agierende Jungspund Elijah Neuenschwander (17) wurde durch den etwas erfahreneren Niels Riesen (21) ausgetauscht. Riesen blickt auf eine durchzogene, durch Verletzungen und Krankheiten beeinträchtige erste Spielzeit in Chur zurück.
Nun ist der eher klein gewachsene Schlussmann urplötzlich in der alles entscheidenden Meisterschaftsphase maximal gefordert. Spielentscheidend eingreifen musste er definitiv nicht. Dafür agierte der Gegner entschieden zu harmlos. Zurück in der Equipe war auch der dienstälteste Kaderspieler, Verteidiger Ron Fischer. Die Sturmformationen blieben derweil unangetastet. Die Mannschaft benötigte bloss ein wenig Anlaufzeit, um die vorangegangene Niederlage aus den Kleidern zu schütteln. Der sehr defensiv agierende SCL mühte sich, der Heimequipe nicht abermals ins offene Messer zu laufen. Als es dann doch ein wenig Platz gab, traf Captain Daniel Carbis in der zehnten Spielminute prompt zum 1:0. Lediglich 25 Sekunden später nutzte Greg Halberstadt eine Unaufmerksamkeit der Oberaargauer in deren eigenen Zone zum 2:0.