Nach verrücktem Debüt – HCD-Neuzugang Jurco: «Wollte nur überleben»
Turbulent. Kurios. Etwa so lassen sich die letzten Stunden im Leben von HCD-Neuzugang Tomas Jurco beschreiben. Kurz nach 16 Uhr am Dienstagnachmittag gibt der Klub die temporäre Verpflichtung des Slowaken bekannt. Wenige Stunden später steht er gegen Servette (7:2) tatsächlich schon auf dem Eis.
Viel verrückter ist, was im Hintergrund läuft. Denn: Erst am Montagmittag hat HCD-Sportchef Jan Alston erstmals Kontakt mit Jurcos Agent. Die Parteien sind sich einig, dann gehts schnell. Um 3 Uhr morgens klingelt Jurcos Wecker. Via Wien reist der 30-Jährige nach Zürich. Von dort weiter nach Davos. Kurz nach dem Mittag ist er da. Für ein Training mit den neuen Teamkollegen reicht es nicht mehr. «Ich habe sie quasi beim Einwärmen auf dem Eis kennengelernt.»
Rund 17 Stunden nach dem Weckerklingeln gibt Jurco sein Debüt in der National League, spielt an der Seite von Raphael Prassl und Marc Wieser. «Ich versuchte, so einfach wie möglich zu spielen. Wollte bloss überleben», so Jurco. Müde sei er nicht gewesen. «Zu aufgeregt», so die kurze Antwort.
Kurz nach 22 Uhr verlässt Jurco die Interviewzone im Davoser Eisstadion. Na dann, gute Nacht.