«Klare Verletzung der Fairness»: Wohlwend kassiert Busse von 5300 Franken
Es läuft die Schlussphase in der Partie zwischen Ajoie und Fribourg-Gottéron (1:3), da verliert Ajoie-Coach Christian Wohlwend total die Nerven. Der Engadiner, bis im Januar noch Trainer des HC Davos gewesen, gestikuliert wird Richtung gegnerische Spielerbank. Reibt sich in den Augen und mokiert sich über Frisur und Kleiderstil seines Antipoden Christian Dubé. Neben einer Bankstrafe reicht Liga-CEO Denis Vaucher einen Antrag auf Eröffnung eines Verfahrens ein.
Nun ist das Urteil des Einzelrichters da. Darin steht: Wohlwend wird mit 5300 Franken gebüsst. «Es ist offensichtlich, dass dieses Verhalten des Beschuldigten die(...) Verhaltensgrundsätze – speziell die Fairness und die sportliche Gesinnung – klar verletzt hat.» Und weiter: «Das Verhalten ist als nicht vorbildhaft und unprofessionell zu werten.» Dass Wohlwend ein Wiederholungstäter ist, fliesst ebenfalls ins Urteil mit rein.
«Hat die Nerven nicht im Griff»
Der Beschuldigte scheint demnach seine Nerven nicht im Griff zu haben und auch durch die frühere Sanktion nicht belehrbar. In Erinnerung etwa die Play-off-Halbfinals 2022. Wohlwend, damals noch Trainer des HC Davos, warf in der zweiten Partie gegen Zug mehrere Flaschen aufs Eis, wurde von den Schiedsrichtern mit einer Disziplinarstrafe in die Garderobe geschickt. «Der Beschuldigte scheint demnach seine Nerven nicht im Griff zu haben und auch durch die frühere Sanktion nicht belehrbar.»
Die Beschuldigten nahmen mittels E-Mail Stellung zum Vorfall. Auf Ajoie-Seite störte man sich daran, dass auf den Bildern bloss Wohlwend gezeigt wurde, nicht aber sein Gegenüber Dubé. Dieser habe während der ganzen Szene ebenfalls geschrien und geschimpft. «Auch der gegnerische Coach hat eine Grenze überschritten.» Und weiter: «Die Emotionen haben den Beschuldigten übermannt, es ist aber keine negative Absicht dahinter gewesen.»