In der Verlängerung: Der EHC Chur gewinnt das Bündner Derby gegen Arosa
Das zweite Bündner Derby innert vier Tagen – es ist einiges intensiver als noch das Cupduell am Mittwoch. Wobei Arosa in den ersten Minuten den Ton angibt. Luca Schommer steht schon nach wenigen Sekunden ganz frei vor Chur-Goalie Elijah Neunschwander. Doch der 17-Jährige, der erst wenige Stunden vor der Partie mittels B-Lizenz zu Chur stösst, übersteht seine erste Prüfung im Erwachsenenhockey. Und er pariert ein paar Augenblicke später auch gegen Jerome Portmann. Was auffällt: Das Heimteam attackiert seinen Gegner sehr früh, stört damit den Churer Spielaufbau. Bestes Beispiel: Als Chur nach rund einer Viertelstunde erstmals im Powerplay spielen darf, kommt es kaum ins gegnerische Drittel rein. Gefährliche Abschlüsse? Fehlanzeige. Dafür ist Neuenschwander nach Ablauf der Strafe gegen Ronny Dähler wieder gefordert, rettet zwei Mal stark. Unnötig aus Aroser Sicht: Mit zwei Strafen nehmen die Schanfigger den Schwung raus – hinten aber haben sie weiter alles im Griff.
Gysi mit Premierentor
Kurz nach dem Ablauf einer solchen Strafe kommt Simon Lüthi dem ersten Treffer am nächsten, der Churer scheitert aus rund zehn Metern an der Latte. Ein Wachrüttler für die Gäste? Mitnichten. Die Churer tun sich weiterhin schwer, echte Torchance zu kreieren. Viele Angriffe enden schon in der Mittelzone. Fehlzuspiel hier, Missverständnis da. Und doch kommen die Hauptstädter ausgerechnet in dieser Phase, kurz nach Spielmitte, zum 1:0. Lars Frei und Maurin Tosio erobern hinter dem Aroser Tor die Scheibe, Tosio spielte diese auf den aufgerückten Verteidiger Cedric Gysi. Goalie Jamal Kotry ist chancenlos, für Gysi ist es der erste Treffer in der MHL. Wirklich befreiend wirkt der Treffer für Chur aber nicht.