HCD vergeigt 2:0-Führung gegen Ambri – und verliert eine kuriose Partie in den Schlussminuten
Das Spiel
Davos gegen Ambri – es ist das Duell der Gegensätze. Da der Zweite der Tabelle, dort der Zehnte. Da der HCD, nur eine Niederlage aus den letzten zehn Spielen. Dort Ambri, nur zwei Siege in den letzten zehn Spielen. Klare Sache also? Nun, der HCD hat Glück nach einem Fehlpass von Knak nicht in Rückstand zu geraten. Landry scheitert an Aeschlimann. Im direkten Gegenzug fehlen dann Zentimeter zur Davoser Führung. Eine Rauferei zwischen Kubalik und Barandun ist so was wie der Weckruf für den HCD. Erst trifft Zadina per Ablenker (war er wirklich noch dran?) zum 1:0. Sekunden später scheitert Knak am Pfosten.
Drittel Nummer 2 startet mit einem Knaller. Stransky trifft schon nach 41 Sekunden aus vollem Tempo via Pfosten. Corvi nimmt Goalie Senn die Sicht. Der HCD hat in der Folge alles im Griff. Auch, als er kurz vor Spielmitte zum zweiten Mal in Unterzahl agieren muss. Und taucht doch mal eine Tessiner vor dem Davoser Tor auf, macht Aeschlimann hinten dicht. Was man dem HCD vorwerfen kann: Dass er vorne seine Tore nicht macht. Ambühl hat den ersten Saisontreffer eigentlich auf dem Silbertablett.
Auch im dritten Drittel lohnt es sich, rechtzeitig auf dem Platz zu sein. Der Pfosten verhindert den dritten Davoser Treffer durch Fora. Danach lassen die Bündner nach. Erst rettet Aeschlimann und hält so das 2:0 fest. Nach einem Fehler von Fora hinter dem eigenen Tor ist aber auch der Davoser Schlussmann erstmals geschlagen. Heim muss aus kurzer Distanz bloss einschieben. Die herrliche Vorlage kommt von Grassi. Wird das hier doch noch eine Zitterpartie? Wie schon am Wochenende gegen Ajoie? Nussbaumer und Knak verpassen die Vorentscheidung, scheitern beide an Senn. Und auf der Gegenseite: Da kann Aeschlimann eine Scheibe nicht richtig blockieren. Douay staubt ab. Die Reaktion folgt sofort: Stransky findet die Lücke über dem Beinschoner von Senn. Die Entscheidung? Noch immer nicht. Weil DiDomenico einen Distanzschuss vor dem Tor ablenkt und 52 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit zum 3:3 trifft. Senn hat einem sechsten Feldspieler Platz gemacht. Verrückt! Müller hat gar noch das 4:3 für die Gäste auf dem Stock. Für den HCD kommts trotzdem noch knüppeldick. Erst kassiert Gredig beim Bully eine Strafe, weil er die Scheibe zuerst mit der Hand spielt. Und so startet Davos in Unterzahl in die Verlängerung. Wo Kubalik nach 23 Sekunden trifft. Der ist zwar zurück auf dem Leaderthron. Und kann sich trotzdem nicht wirklich drüber freuen.