Goalie Aeschlimann und Hattrick-Torschütze Tambellini sichern dem HCD drei Punkte in Zug
Das Spiel
Der HC Davos, für den der neuverpflichtete Verteidiger Calle Andersson debütiert,nimmt sich nach der 0:7-Niederlage am Dienstag vor, einfach zu spielen – und steht schon unmittelbar nach dem ersten Bully komplett im Schilf. Kein Davoser ist im eigenen Slot bei Attilio Biasca. Sven Senteler kommt seinem Teamkollegen zum Nachstochern zu Hilfe und bringt den Puck im dritten Versuch an Aeschlimann vorbei. Es ist die Zuger Führung nach 14 (!) Sekunden. Bei den HCD-Fans müssen schlimmste Befürchtungen aufkommen. Diese treffen nicht ein, aber Aeschlimann muss das eine oder andere Mal sein Können zeigen, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Seine Vorderleute treffen immer wieder falsche Entscheidungen, was dem Gegner Platz gibt. Offensiv findet Davos im ersten Drittel praktisch nicht statt, geht aber trotzdem mit einem 1:1 in die erste Pause. Tim Wolf im Zuger Tor lässt sich 35 Sekunden vor der Sirene mit dem Schuss von Julius Honka in Bandennähe und praktisch auf Höhe der Torlinie erwischen.
Wie verunsichert die Davoser sind, zeigt auch die Szene in der 22. Minute: Simon Knak spielt unbedrängt vors eigene Tor auf den Stock von Gegenspieler Lino Martschini. Aeschlimann rettet. Danach zeigen sich die Davoser in der Defensivzone kompakter, laufen aber der Scheibe weiterhin grösstenteils nach. Richtig gefährlich wird es für den HCD in der 31. Minute wieder, als der Pfosten das Eigentor von Davyd Barandun verhindert. Kurz danach können die Davoser etwas durchschnaufen, sie können wegen eines Wechselfehlers erstmals in Überzahl ran. Und sie machen daraus die Führung. Der Puck fällt Adam Tambellini vor die Füsse, der Kanadier haut sofort drauf und ist damit erfolgreich (34.). Weil Aeschlimann die Zuger auch während derer 33-sekündigen doppelten Überzahl zur Verzweiflung bringt und in der 40. Minute Gregory Hofmann bei einfacher Überzahl nur den Pfosten trifft, liegen die Bündner nach zwei Dritteln tatsächlich in Führung. Die «Advanced Stats» zeigen, dass die Zuger bis zu diesem Zeitpunkt mit 4:1 führen müssten. HCD-Stürmer Marc Wieser analysiert im Pauseninterview auf «MySports» treffend: ««Aeschli» hält uns im Spiel, und vorne haben wir das Glück und machen sie rein.»