EHC Arosa steht in Halbfinals – und beweist Play-off-Qualitäten
Wahrscheinlich war es Zufall. Aber manchmal passen Zufälle eben ganz gut. Tief im Mittelabschnitt dröhnte aus den Boxen in der Aroser Eishalle 77 Bombay Street. «This is my empire» singt das Bündner Quartett in seinem Hit «Empire». Zu Deutsch: «Das ist mein Reich.» Irgendwie schien dies wie eine Botschaft des Stadion-DJ. Ein subtiler Wink an das Heimteam auf dem Eis. 1:1 hiess es zu diesem Zeitpunkt auf der Resultattafel. Und man fragte sich auf der Tribüne, wie lange das gut gehen würde. Der Gast aus Seewen drückte. Im Minutentakt kam er zu Chancen. Ihrem hervorragenden Goalie Michal Chmel hatten es die Aroser zu verdanken, ihr Reich nicht an die Innerschweizer zu geben. «This is my empire.» Wenige Augenblicke nach den 77 Bombay Street hiess es tatsächlich 2:1 – für das Heimteam aber. Ein fürchterliches Fehlzuspiel in der Seewener Defensive nutzte Manuel Laimbacher eiskalt aus. Es sollte der wegweisende Treffer in dieser Partie sein. Kurz nach der zweiten Pause sorgte Laimbacher mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung in dieser Partie. Ja, in dieser Serie. Mit 3:0-Siegen zieht der EHC Arosa in die Play-off-Halbfinals ein.
Lange nicht überzeugend
6:1 hiess es am Ende. Stefan Diezi, nochmals Laimbacher (ins leere Tor) und Patrick Bandiera sorgten für die weiteren Treffer und den Sieg, der am Ende zu hoch ausfiel. Und sie sorgten für Standing Ovations und Konfettiregen auf den Tribünen. Ja, es herrscht so etwas wie Eishockey-Euphorie in Arosa. Über 1100 Fans kamen am Donnerstagabend in die Aroser Eishalle. Anfang Woche widmete die NZZ gleich eine ganze Seite dem Schanfigger Traditionsklub, liess in ihrem nostalgischen Artikel jene Zeit aufleben, als Arosa noch zur Beletage im Schweizer Eishockey gehörte.